Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1927)
- Date
- 1927-09-01
- Page
- Seite 543 (sequence 95)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Komposition der Sammlungen usw. 543 Somit darf die Annahme Alb.’s, dass עת׳ die alleinige Quelle von ש״ת gewesen sei, als widerlegt gelten. Ebenso aber irrt Mil. darin, dass der Sammler dasselbe Rsp. irrtümlich mehrfach bringe und systemlos vorgehe. Denn auf Grund eingehender, noch ausführlich zu begründender Unter- Buchungen glauben wir שערי תשובה in mehrere Quellen zerlegen zu müssen. Dieses sich äusserlich als ein e i n h e i t - lieh es Ganzes darstellende Werk schöpfte nämlich aus einer Vorlage, die ursprünglich in sich verschiedene Rsp.-Sammlungen — wie sich zeigen wird fünf — vereinigt hatte, deren Blätter durcheinander geraten und zum grossen Teile verloren gegangen waren136. Das auf solche Art entstandene Manuskript, also ein Konglomerat von Fragmenten, wurde nun der Text unseres ש״ת, was freilich schwer erkennbar ist, weil die vor uns liegende Sammlung den Eindruck einer vollständigen hervorruft. Dies aber erklärt sich daraus, dass der Kopist aus seiner Vorlage nicht alles, sondern nur die vollständigen Rsp. oder diejenigen, die er für solche gehalten, ab geschrieben hat. Diese Zerlegung von ש״ת in Fragmente mehrerer Sammlungen erklärt nun die von Mil. erwähnten häufigen Wiederholungen von Rsp.; wird nämlich eine solche Teilung vorgenommen, so steht jedes zum zweiten Male erscheinende Rsp. in einem anderen Teile, stand mithin ursprünglich auch in einer anderen Sammlung 187. Das Ms., dessen Torso also unter dem Namen ש״ת ediert worden ist, war offenbar von einem Benutzer oder dem Schreiber selbst mit Glossen versehen worden; denn bei allen in ihm vereinigten Sammlungen finden sich hinter einzelnen Eesponsen kurze mit וכן כתב גם eingeleitete Hinweise auf andere Entscheidungen gleichen Inhaltes, z. B. 23 und 37; 221 und 228. Sie können, jedenfalls in den beiden letzten Bällen, unmöglich in der Kollektion selbst gestanden haben; denn der Teü von ש״ת, in welchem sie sich finden, stimmt mit ה״פ überein, und hier sind sie völlig unbekannt. 136) Auch hier trifft Steinschneider18 Urteil in Handschriftenkunde S. 32 zu: ״Der Buchbinder näht und trennt gewöhnlich ohne Kenntnis, und manches bibliographische Ungeheuer verdankt nur dem unwissenden oder nachlässigen Bibliopega (פגע) seine Existenz“. 137) Nach der Zusammenstellung in Mil. Einl. (S. 19 Anm. 7) sind dies 43/124; 45/147; 93/292; 188/339; 155/266 und 156/267. Jedoch sind 48/298, 96/269 und 288, sowie alle Angaben, die eine teü weise Aehnlichkeit feststellen, zu streichen.