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Jeschurun · 1927-09-01 · Heft 9-10 (September 1927) · p. Seite 542

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 9-10 (September 1927)
Date
1927-09-01
Page
Seite 542 (sequence 94)
Language
German
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542 Die Komposition der Sammlungen usw. Eine weitere Beweisführung versucht Alb., indem er in verschiedenen Werken zitierte Ansichten des Verfassers von עת׳ mitteilt und von ihnen n&chweist, dass sie sich auch in ס׳ האשכול finden. In ähnlicher Weise bringt er in einer »Art Zusammenfassung aller Beweise“ (S. 114) mehrere Beispiele dafür, dass der Verfasser sagt, er habe ״in עת׳ Dinge gefunden, die er nicht kopiert habe“, worau3 er schliesst, dass alles übrige au3 diesem Buche stamme. Der einzig zulässige Schluss aus allem dem aber wäre doch der, dass ס׳ האשכול Exzerpte aus עת׳ enthält, nicht aber dass es ansschliesslich Exzerpt ist; denn dass R. Abraham viele Stellen aus ,עת anführt, steht ausser Zweifel (s. Anm. 129). In gleicher Weise hat dieser auch sonst zahlreiche halachische Schriften benutzt. Dass er aber die Kenntnis von ihnen nicht auf dem Umwege über עת׳ haben konnte, wie Alb. annimmt, geht daraus hervor, dass er Stücke aus den הלכות des Isak ibn Giat und שאילתות in der gleichen Weise einleitete, wie das עת׳ Entnommene (vgl. ed. Auerbach Teil II S. 8: והגאון רי״ץ כתב und והרב ר׳ יצחק כתב bzw. S. 18 וכתב ר׳ אחאי). Schliesslich will Alb. auch für das in Nordfrankreich entstandene ס׳ האורה den Nachweis des Ursprunges aus עת׳ führen. Sein Hauptbeweis135 beruht darauf, dass רשב״ם aus einem von ihm //,פסקי עת" genannten Werke ein Rsp. zitiert, das sich in dem viele Rsp. Raschi’s, aus dessen Schülerkreis das Werk hervorgegangen ist, enthaltenden ס׳ האורה vorfindet. Da also dasselbe Rsp. auch in עת׳ steht, müsse es durch Abschreiben aus ihm in das ס׳ האורה gekommen sein. Dieser Schluss ist aber keinesfalls zwingend, da nicht einzusehen ist, warum nicht dasselbe Rsp. in zwei Werke unabhängig von einander gelangt sein kann« (Nebenbei sei bemerkt, dass die Ergänzung von של רש״י hinter פסק זה (in der Zitatangabe des פסק זה מצאתי וכף : רשב״ם; durch Alb. unwahrscheinlich ist, da an keiner Stelle von עת׳ — jedenfalls soweit aus dem auf uns allein gekommenen Fragmente feststellbar — Raschi benutzt wird und auch der Plural in וששאלתם die Zugehörigkeit dieses Responsums zu einem Rischon unwahrscheinlich macht. Hier hegt vielmehr eine gaonäische Entscheidung vor, die, wie viele andere, in den fälschlich Raschi zageschriebenen Kollektionen ס׳ הפרדש und ם׳ האורה Aufnahme gefunden hat.) Aber angenommen gar, diese Beweise wären Alb. gelungen, so könnte doch für ש״ת aus folgenden Gründen eine Abhängigkeit nicht zugegeben werden: Nicht zwei Teschubot haben in ש״ת die gleiche Reihenfolge wie in עת׳. Welche Veranlassung nun sollte für den Sammler von .ש״ת bestanden haben, die in עת׳ angewandte logische Anordnung der Responsen aufzngeben and sie statt dessen in buntem Gemische aafzunehmen? Rechnet man hinzu, dass selbst nach Alb.’s Rechnung kaum ein Viertel der Responsen von ש״ת auch in עת׳ (obenein noch auch sie in voneinander abweichender Form) nachzuweisen sind, was bleibt von allen Beweisen übrig? Selbst wenn sich aber eine weit grössere Uebereinstimmung feststellen Hesse, spricht nichts gegen die Annahme, dass mehrere Autoren unabhängig von einander das ans einer gemeinsamen dritten Quelle stammende Material in gleicher Weise behandelt haben. 135) Daneben (S. 117) wird eine Liste beider Werke als Beweis angeführt, doch beweist auch sie ebenso wenig wie die übrigen.

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