Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1927)
- Date
- 1927-09-01
- Page
- Seite 532 (sequence 84)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2292929-2293050-2293055--09317-2302602- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
632 Die Komposition der Sammlungen usw. zu erklären, dass der Drucker beabsichtigt hatte, eine grössere Sammlung von Responsen dieses französischen Talmudisten114 beizufügen und aus einem uns unbekannten Grunde davon Abstand genommen hat115. Weiter schwebt auch über dem Schriften sind von Steinschneider, Die Hebr. Hss. der K. Hof• and Staatsbibliothek in München 2. Anfl. (München 1905) S. 110 Nr. 237 (Fol. 157 b), Sacerdote, Catalogo dei Codici Ebraici della Bibliotheca Casanatense S. 549 Nr. 117, VII, Margoliouth 1. c. S. 159, Nr. 566, VI und Halper, Descriptive Catalogue of the Genizah fragments of the Dropsie College in Philadelphia (1924) S. 80 Nr. 157 u. 158 beschrieben. 113) Das Rsp. wird mit den Worten שאלה שבעשה אל הר׳ יעקב ד י ט ר ו י י ש ז*ל eingeleitet. Da sich dieses Rsp. gleichlautend in dem Rsp. des R. Jacob aus Marv&ge (מדויש) findet, so sieht Halberstam (vgl. die Anm. Mll.’s z. St.) einen Druckfehler als vorliegend an und nimmt eine Konjektur von טרויש (dies wäre Troyes) in מתיש vor, was auch angesichts der Aehnlichkeit der Buchstaben ט und מ bedenkenlos ist. Doch besteht auch die Möglichkeit, dass hier nicht ein Druckfehler (oder ein Fehler der Vorlage) vorliegt, sondern vielmehr zwei Ueberlieferungen über die Herkunft dieses R. Jacob bestanden, denn auch in Agur § 65, schon in dem vom Verfasser selbst gesetzten Erstdruck, Neapel 1490(?), ist von einem ר׳ יעקב דיטרויש die Rede, der, wie Asulai in שם הגדולים ed. Ben Jacob 1,44 s. v. יעקב החסיד mit Recht hervorhebt, mit diesem identisch sein muss. Ferner werden, worauf Gross, Gallia Judaica S. 365 hinweist, in dem Ms. Oxford 2274 (Neubauer I S. 790) Rsp. unseres R. Jacob als dem ד׳ תם zugehörig bezeichnet; offenbar war der Schreiber der Meinung, dass er aus Troyes stamme, und konnte ihn daher mit ו׳ חם, der bekanntlich ebenfalls dort wirkte, verwechseln. Trotzdem besteht kein Zweifel daran, dass er in Wirklichkeit in Marvege tätig war. 1U) Er lebte um 1200 in Südfrankreich und war in Marvöge geboren, vgl. Gross a. a. 0. S. 864. Der Name seiner Rsp.-Sammlung: שו*ת מן השמים rührt daher, dass seine Rsp. mit der Wendung השיבו מן השמים beginnen, (weshalb Steinschneider, Hebr. BibL XIV S. 122 boshaft von einem ״Himmelskorrespondenten“ spricht). Die Nennung von קורביל (Corbeü) als Geburts- oder Lehrort des Genannten beruht, wie Gross 1. c. feststellt, auf 6inem Irrtum; trotzdem weist noch die letzte in Lemberg [1924] erschienene, kommentierte Ausgabe diesen Fehler auf. 115) Dass der Anfang oder Schluss verloren gegangen sein sollte, ist nicht möglich, weil einerseits das Rsp. (einige Zeilen) unterhalb des letzten Grsp. anffingt, andererseits am Schluss des Rsp. ein Kolophon steht. — Mil. stellt im Vorwort zu ה״פ die beweislose Behauptung auf, dass das Rsp. vom Sammler, dem er auch sonst Systemlosigkeit vorwirft, sinnlos eingeffigt worden sei. — Vielleicht nahm der Drucker — wie dies bekanntlich in zahl-