Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1927)
- Date
- 1927-09-01
- Page
- Seite 530 (sequence 82)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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530 Die Komposition der Sammlungen usw. 103 ,ספר הפלאד überschrieben, woran sich eine diesem Titel entsprechend geordnete, genaue Inhaltsangabe schliesst; dieser Teil umfasst 19 Blatt. Der andere, kürzere, nur 12 Blatt starke Teil trägt die kurze Ueberschrift הלכות פסוקות מן הגאונים מאיסור והיתר על סדר מועד, worauf eine unvollständige Aufzählung der einzelnen Unterabschnitte folgt104, unter denen sich allerdings mehrere nicht zu סדר מועד gehörende הלכות, wie ,ספר תורה! תפלין מזוזה finden. Die Trennung der beiden Teile brachte es mit sich, dass — soweit aus Katalogen105 und durch persönliche Anfragen106 feststellbar — selbst die führenden Bibliotheken nur einen Teil, und zwar das 12 Blatt starke Stück, besitzen, und sich nur in der Bodlejana ein komplettes Exemplar befindet107. Diese Ausgabe gehört daher zu den seltensten Werken der jüdischen Literatur, was, wie uns scheint, kaum in diesem Umfange bekannt ist108. Auffällig ist, dass Steinschneider bei seiner Beschreibung des Exemplares der Bodlj. (Kat. S. 535, Nr. 3461) eine umgekehrte Reihenfolge angibt, als Mil. in der 103) Den letzten Abschnitt gibt St. mit (de) separatione eiusdem wieder, indem er die Bedeutung von הפלאח im Sinne von נדרים verkannte. 104) Mil. fuhrt einen Teil der fortgelassenen Stucke im Vorwort zu seiner Ausgabe S. 3 auf. 105) Danach befindet sich der zweite Teil der ה/,מ in der Bibliothek der Wiener Kultusgemeinde (Wachstein, Katalog der Salo Cohn’sehen Schenkungen It S. 68-59 Nr. 154); er stammt aus dem Nachlasse S. Halberstam’s, der ihn von Carmoly erworben hatte (auf dem Titelblatte die Stampiglie E. de Carmoly). Dieser hatte ihn zuvor, nach Leopold Dukes, der das Exemplar in ״Litbl. d. 0.a VII, Spalte 676 ff. beschreibt, ans der Bibliothek des Salomo Dubno erworben, in dessen Katalog das Werk als הלכות פסוקות ד, שרירא aufgeführt ist, weü an erster Stelle ein Rsp. des ר, שרירא steht. 106) Die Frankfurter Stadtbibliothek und Jewish Theological Seminary in New York, die beiden grössten jüdischen Bibliotheken, besitzen nur den zweiten Teü. 107) Es stammt aus der Bibliothek David Oppenheim’«, ist im 3. Kataloge dieser Sammlung (Hamburg 1826) unter Nr. 677 auf S. 294 aufgefuhit, irrtümlich mit der ersten Sammlung der 1490) שו״ת הרשב״א?) an Siehe der zweiten (1616) zusammen genannt, worauf schon Steinschneider hinweist. 108) Steinschneider spricht daher mit Recht von einem ״über rarissimus, fere ignotus“.