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Jeschurun · 1927-09-01 · Heft 9-10 (September 1927) · p. Seite 510

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 9-10 (September 1927)
Date
1927-09-01
Page
Seite 510 (sequence 62)
Language
German
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510 Randglossen ,wie ist es, wenn eine Frau nun doch in den Tempelvorhof eingedrungen ist? So weit die Gemara. Das letzte, דחקה ונכנסה טאי lag ja umso näher, als auch Symmachos eingedrungen war trotz des Verbots des R. Jehuda. Wie er ihm nicht abwebren konnte trotz aller seiner Vorsicht, so auch nicht die Möglichkeit von דחקה ונכנסה. Sehr fein ist das יהודה כעם, mit dem zugleich vorweggenommen wird, dass R. Jehuda alles das, was R. Jose sagt, natürlich selbst weiss und nur nicht darauf kommt, weil er eben aufgeregt ist. Zu den Worten וכי אשה בעזרה מנץ bemerkt nun Raschi: דקתני קדשי קדשים והרי אם הוציאום חוץ לעזרה אפילו לעזרת נשים הם נפסלים ביוצא ונשים אין נכנסות לה כדתנן באבות הטומאות בפ״ב דטסכת כלים. Gegen diese Erklärung wenden Tossapoth s. v.וכי אשה וכו׳ ein: Raschi habe einmal die Mischna, auf die er sich beruft, nicht genau gelesen (לא דק), denn in der angezogenen Stelle finde sich nirgends, dass es den Frauen verboten sei, in den Tempelvorhof zu kommen. Dort heisse es: ... Der Chel (der Raum .zwischen der Tempelmauer und dem Tempelvorhof) ist noch heiliger, sodass dort kein Götzendiener hinein darf und keiner, der sich an einem Leichnam verunreinigt hat; noch heiliger ist ״der Tempelvorhof der Israeliten (עזרת ישראל), sodass dort auch niemand hineindarf, dem noch zur Sühne etwas fehlt (מחוסר כיפורים z. B. der Aussätzige, der nach Ablauf der Reinigungsfrist erst nach Darbringung der vorgeschriebenen Opfer heilige Speisen gemessen darf); noch heiliger ist die Halle der Priester (עזרת כהנים), in die nicht einmal Israeliten kommen dürfen, es sei denn zur Semicha, Schechita und Tenufa. Also nirgends stehe, •dass Frauen nicht in die Tempelhalle gehen sollen. Sodann sei ja im Gegenteil aus Sebachim 31 b und 32 a bekannt, dass die Schechita durch Frauen religionsgesetzlich zulässig ist; ferner gehen doch die Nasiräerin und die Sota in den Tempelvorhof, um dort die Tenufa vorzunehmen. Tossaphoth verwerfen daher den Kommentar Raschi’s z. St. und versuchen eine andere Erklärung. Sollte aber Raschi wirklich an zwei bezw. drei auch dem oberflächlichen Talmudkenner bekannte Dinge ganz vergessen und überdies eine Mischna nur flüchtig gelesen haben, noch dazu eine solche, auf die er sich in seiner Erklärung

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