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Jeschurun · 1927-09-01 · Heft 9-10 (September 1927) · p. Seite 509

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 9-10 (September 1927)
Date
1927-09-01
Page
Seite 509 (sequence 61)
Language
German
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Randglossen 509 sofort, dass er hier ein Religionsgesetz erfüllt und kann das auch nicht einen Augenblick vergessen. Das Verbrennen geschieht 1wieder im Gegensatz zu dem בטול nur in einer Vergleichsweise verschwindend kleinen Zahl von Fällen aus religiösen Gründen, weitaus zumeist zu ganz anderem Zwecke. Raschi hat aber nicht so wie Tossaphoth ולא בטל מאליו erklärt, weil die Worte ודעתיה עילויה danach überflüssig wären. S. zur Sache noch Ascheri und מ״א Anm. 5 zu 0. Ch. Kap. 434, die die Worte ודעתיה עלויה anders erklären. Nachdem ich das Vorstehende niedergeschrieben habe, sehe ich, dass einiges davon bereits von Ture sahab Anm. 3 zu Kap. 434 bemerkt wird. S. übrigens noch Raschi zu כיון דאיסורא דרבנן Pes. 7 a, der bemerkt וכיון דחס עליה ומשהי ליה פורתא עובר עלייה, wo Raschi gleichfalls sagen will: חס עליה לשורפה. IV. Kidduschin 52b wird berichtet: Nach dem Tode des Rabbi Meir sagte R. Jehuda zu seinen Schülern: Die Schüler des R. Meir sollen hier nicht (in das Lehrhaus) eintreten, denn sie sind streitsüchtig und kommen nicht, um Thora zu lernen, sondern um mich in den Halachoth kleinzumachen. Symmachos drang nun aber doch ein, und er sprach zu ihnen: So hat mich R. Meir gelehrt: Wenn ein Priester sich eine Frau angetraut hat mit seinem Teile, ob es nun geschah mit hochheiligen oder mit minder heiligen Heiligtümern, so gilt die Frau als nicht angetraut. Da wurde R. Jehuda aufgebracht über sie und sprach zu ihnen: Habe ich euch nicht gesagt: Die Schüler des R. Meir sollen nicht hereingelassen werden, denn sie sind streitsüchtig und kommen nicht, um Thora zu lernen, sondern mich in den Halachoth kleinzumachen? Wie kommt denn überhaupt ein Weib in den Vorhof des Tempels? Da sprach R. Jose: Man wird sagen: Meir ist gestorben, Jehuda zürnt, und Jose schweigt; was soll da aus den Worten der Thora werden? Kann denn nicht der Vater im Tempelvorhof die Kidduschin für seine minderjährige Tochter in Empfang nehmen, ferner, kann denn nicht auch die majorenne Frau einen Boten beauftragen, dass er für sie die Kidduschin in Empfang nehme, und schliesslich,

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