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Jeschurun · 1927-09-01 · Heft 9-10 (September 1927) · p. Seite 468

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 9-10 (September 1927)
Date
1927-09-01
Page
Seite 468 (sequence 20)
Language
German
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468 Schhpfung und Natur keitskrämerei, wenn wir das tadeln. Der eigentliche Wert des Buches besteht in der Wärme der Ueberzeugung, die aus jeder Zeile spricht, und die durch die künstlerische Form ihren Eindruck auf den Leser nicht verfehlt. Das Organ der wirkungsvollen Uebermittlung auch jüdisch-religiöser Wahrheiten ist aber nun einmal für die deutschen Juden die deutsche Sprache in ihrer Vollendung. Unerträglich ist darum für den ästhetisch Empfindenden ein fortwährender Verstoss gegen den Geist dieser Sprache. Könnte ich z. B. die ergreifende Darstellung der Tragik des Todes Moschehs an der Schwelle des heiligen Landes, die auch gedanklich auf ein besonderes Niveau dadurch gehoben wird, dass sie als tragische Schicksalswende des jüdischen Volkes erscheint, eindringlich vortragen?! Unmöglich! In diesem Gedicht, wie wir es nennen möchten, begegnet uns in ca. 150 Zeilen 37 mal das Wort Schöpfung z. T. in vielleicht möglichen, zum grössten Teil aber in sprachlich völlig untragbaren Wendungen. Und noch ein anderes haben wir unterdrückt. Die sachlich stilwidrige Einführung des ״Philisters“, seines Kriegs- und Nachkriegserlebens, die sich sehr nett in einer Plauderei, sagen wir auch in einem Essay macht, aber sich nicht in das Pathos eines dithyrambischen Ergusses über die letzten Fragen des Judentums und der Menschheit fügt. Und um mit den Rügen der formalen Fehler abzuschliessen. Für die Unarten der ״Ironie der Romantiker“ sind wir nicht mehr empfänglich. Es gehört sich nicht, dass der Vf. in dem übrigens auch an sich banalen Gespräch mit dem Naturforscher, der ein Alter von Millionen Jahren der Erde zuschreibt, sagt: ״Ein respektables Alter. Macht eigentlich einen viel jugendlicheren Eindruck. Scheint sich jedenfalls gut konserviert zu haben.“ Aber freilich — und hier gehen wir zu einer Würdigung der Gedanken über, — es ist nicht nur ein formaler Fehler► Der Vf. hat keine Achtung vor den Problemen. Er wolle doch einmal mit einem wahrhaft gläubigen Fachmann der Geologie sprechen, der seine wissenschaftlichen Studien nicht als Banause

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