Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1927)
- Date
- 1927-07-01
- Page
- Seite 425 (sequence 97)
- Language
- German
- Belongs to
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Mi »Die S'chrift und das Wort“ «r des Wortes חשך (ebendort) aus חשה und שך als »geräuschlos*, die er mit mehreren einleuchtenden Belegen stützt, sowie יום aus המה als »geräuschvoll“. In der ersten Auflage ist diese Stelle etwas kürzer und zeigt die Verwandtschaft des Wortes חשך mit dem Verb חשך (mit Sin) (Vergl. Targumim zu Ez. 30,18), das Wort soll nach dieser Erklärung »das Fehlen, Zurückhalten des Lichtes“ bedeuten. Auffallend ist seine neue Auffassung über Exod. 24,10 »zu seinen Füssen wie ein saphirenes Fliessen usw.% wo er den ganzen Vers statt auf Gott, auf die Schauenden bezieht. Zu seiner Stütze benützt er auch eine ganz selbständige Uebersetzung zu Habakuk 4,16. Oft gibt M. etymologische Erklärungen für einzelne Nomina, die, wenn auch nicht ohne weiteres philologisch begründet, doch zu weiteren Forschungen anregen sollten. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass manche auf Grund vergleichender Sprachforschung sich Bürgerrecht in unserem Lexikon erwerben könnten. Im Rahmen dieser Arbeit müssen wir uns mit diesen Andeutungen begnügen. Mecklenburg ist selbstverständlich unbedingter Anhänger der Ueberlieferung und so mit einer festen Voraussetzung an die Arbeit gegangen. In seinem Vorwort behandelt er die Frage, warum die Bibel nicht alles schon schriftlich fixiert hat und meint: »Es gibt Vorzüge des Wortes über die Schrift“. Däs überlieferte Wort und die mündliche Erklärung besitzen viel stärker die Möglichkeit, den ursprünglichen Sinn zu behalten. Zweifellos ist damit die ganze Bedeutung der Ueberlieferung ausgesprochen. Immer wieder sehen wir ja, wie neue schriftliche Festlegungen weiterer Erklärungen bedürfen und so schufen sich nicht nur die Xaräer und die heutigen Liberalen eine neue mündliche Lehre, sondern die Rechtssatzungen der europäischen Staaten, die ja ziemlich ausführlich sind, beanspruchen neue Auslegungen der obersten Gerichtshöfe, abgesehen von den 80genannten Ausführungsbestimmungen. Ursprünglich waren seine Notizen vor allem eine Sammlung von Bemerkungen und Lehren seiner Lehrer und bedeutender Zeitgenossen. Unter den letzteren spielt bei.ihm der grosse