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Jeschurun · 1927-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1927) · p. Seite 424

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1927)
Date
1927-07-01
Page
Seite 424 (sequence 96)
Language
German
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424 Die Schrift und das Wort״ begriffen sein, denn טרפה bedeutet jedes Ab weichen vom Normalen. Ein Abweichen in der Lage des Fleisches von der religionsgesetzlichen Norm kann also z. B. auch als Trefah aufgefasst werden. Etwas ausführlicher beschäftigt sich M. mit dem Verbot des בשר בחלב (Exod. 22,19). Er zeigt, das בשל im eigentlichen Sinne ״geniessbar machen״ bedeutet und will es analog den Verben בער ,עבד, dienen, und dienstbar machen bezw. brennen und verbrennen, auch mit ״gemessen״ übersetzen, so ist das Verbot des Essens und der הנאה im Satz selbst einbegriffen. Ebenso fuhrt M. aus, dass גדי בחלב אמו eigentlich ״die tierische Leibesfrucht in der Milch ihrer Art״ bedeutet. In der ersten Auflage erzählt uns M., warum die Thora gerade den Ausdruck Böcklein gebraucht, weil man damals, die Araber z. B. noch in der Jetztzeit, nur Böcklein und kein anderes Tier in Milch kochen, und die Schrift spricht immer von tatsächlichen Lebensformen und Gewohnheiten (דבר הכתוב בהווה). Sehr einleuchtend ist seine weitläufige Ausführung betreffs der falschen Zeugen [Deutr. 19,19]. M. folgert hier aus dem Worte לעשות, dass die Tat noch nicht ausgeführt ist, denn sonst könnte das Wort nicht als Infinitiv mit Lamed am Anfang stehen, denn so bedeutet es nimmer die Zukunft. Jedenfalls wären aber, nach Vollstreckern Urteil die falschen Zeugen wirkliche Mörder, da an der Vollstreckung die Zeugen in erster Reihe teilnehmen müssen und die Strafe müsste ״ תחת נפשfür das Leben״ erfolgen und nicht ״wie sie ihrem Bruder zu tun gesonnen waren״. Besonders auffallend ist es auch, dass die Thora weiter sagt: ״Die Uebrigen aber sollens hören und sich fürchten usw.״, wie sie sonst auch nur bei abschreckenden und nicht bei vergeltenden Strafen ausführt wie z. B. bei dem widerspenstigen Sohn, dem Verführer u. A. m. Mecklenburg begnügt sich aber nicht mit einer halachisch kommentierenden Arbeit, sondern versucht viele agadische Erklärungen der Midra3chim, sowie religionsphilosophische Erklärungen sprachlich zu stützen. . So belegt er die Uebersetzung des Gen. Rab. IV für שמים (Gen. 1, 4) ״erstaunenswert״ als aus dem Verbum שמם stammend mit Ijob 18, 20 und 21, 5 sowie Ps. 46^9. EiD ganz origineller Gedanke ist seine Ableitung :1 -3 ä 41 3 3i

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