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Jeschurun · 1927-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1927) · p. Seite 411

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1927)
Date
1927-07-01
Page
Seite 411 (sequence 83)
Language
German
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Die Komposition der Sammlungen usw. 411 ausgeschrieben, Abkürzungen werden viel angewandt. Auch auf die Schreibung Ton וששאלתם mit meist שש׳ (also einem Druck- und einem Kursiv-schin) sei aufmerksam gemacht55. Sollen Buchstaben (oder ganze Worte) fortfallen, so streicht sie der Kopist durch schräg vertikale Striche aus oder setzt über sie Punkte; befinden sich bei zwei Worten amf dem ersten Worte zwei Punkte, auf dem zweiten ein Punkt, so bedeuetet dies, dass sie umzustellen sind. Die Lesarten der Hs. sind nicht immer einwandfrei; Vergleichungen mit auch in anderen Rezensionen befindlichen Responsen zeigen, dass unser Ms. öfters Mängel, vor allem Lücken aufweist. Häufig hat dies der Schreiber selbst angedeutet, indem er an Stelle der fehlenden Worte Punkte setzte oder mehr oder weniger grosse Lücken liess und am Rand ,66(חסר כאן =) ח״ב חסר כאן הרבה, auch דלגתי כאן הרבה מזה הלשון vermerkte. Sie enthält auch viele Homöoteieuta. Da sich diese Mängel in der ganzen Handschrift findenr die, wie nachstehend gezeigt werden soll, aus zahlreichen Sammlungen besteht, 80 trifft die Schuld hierfür den Schreiber unseres Ms. Unser Ms. umfasst nur zwei von drei Teilen des Luzz. geschenkten Manuskriptes (s. 0.); er trennte nämlich die beiden ersten Teile vom letzten, weil dieser von Mäusen stark beschädigt war. Dieser ausgesonderte Teil, der hinter Bl. 141 begann, war 119 Bl. stark, die Nummerierung der Gutachten schloss sich an die des zweiten Teiles an (sie begann mit S12) und enthielt Responsen des רשב״א, רמב״ן und רא״ש, sowie einiger anderer Gelehrter. Die Handschrift beginnt mit den Worten: בטוב גדא אתחיל דא58 57עמ״י עש*ו שיל*ת darunter תשובות הגאונים. Sie wird in allen Beschreibungen als in zwei Teile zerfallend bezeichnet, wobei der erste Teil B7 Blatt und der zweite 81 Blatt umfassen soll. Dahinter folgen drei unbeschriebene Blätter, hinter denen der dritte (abgetrennte) Teil begann. Vor Bl. 122 fehlt ein Blatt, sowie vor 132 mindestens 1 Blatt; Bl. 139—141 wurden vom Schreiber leer gelassen. Ursprünglich bildete Bl. 131 die letzte Seite des Ms., da es eine stärkere Beschädigung aufweist, die noch auf den vorhergehenden drei Blättern zu erkennen ist, während die in unserem Bande letzte Lage (Bl. 132—141) völlig unbeschädigt ist. Wohin diese Blätter zu setzen sind, lässt sich wohl kaum bestimmen; sie an den Schluss des ersten Teiles, also hinter Blatt 57, wohin sie inhaltlich gehören, zu setzen, ist deshalb nicht möglich, weil, wie 55) Eine derartige verschiedene Schreibung der beiden schin liebten die Schreiber; vgl. zum Berliner Kodex: Epstein, JLG. IX S. 263. 56) Siehe hierzu *Jeschurun“ ed. Wohlgemnth XIH (1926) S. 206 Anm. 77 und meine ״Rekonstruktion eines Rap. des R. Saadja Gaon zum jüdischen Gesellschaftsrecht״ S. 12 Anm. 16. 57) Die Abkürzungen bedeuten: 'עזרי מעם ה,/ עשה שמים וארץ/ שויתי ה לנגדי תמיד. 58) Diese Bibelverse waren als Anfänge gebräuchlich, vgl. Stein- Schneider, Vorlesungen über die Kunde jüdischer Hss. (Leipzig 1897) S. 192.

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