Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1927)
- Date
- 1927-07-01
- Page
- Seite 400 (sequence 72)
- Language
- German
- Belongs to
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400 Die Komposition der Sammlungen usw. Leben dieses vor allem durch seine Piutim bekannten Gelehrten nichts näheres wissen, so steht doch fest, dass er ein Zeitgenosse des E. Gerschom war, also um 1050 gelebt haben muss8. Ferner werden in den Halachot des E. I8ak ibn Giat9, sowie in Sefer Hai tim des E. Jehuda b. Barsilai aus Barcelona10 Sammlungen von Grsp. zitiert; da nun diese beiden Werke im 11. Jahrhundert verfasst worden sind, so müssen die zitierten Sendschreiben schon vor diesem Zeitpunkte systematisch geordnet gewesen sein. Schliesslich folgt aus dem Umstande, dass in einigen dieser Eesponsensammlungen zwar mitunter auch Nichtgaonen, aber immerhin nur solche, die bis zum 12. Jahrhdt. gelebt haben, erwähnt werden, dass die Sammlungen schon in diesem Jahrhunderte abgeschlossen worden sein müssen11, da ja sonst in ihnen auch Eabbinen aus späteren Jahrhunderten erwähnt worden wären. Der grösste Teil der Grsp. ist in solchen Kollektionen überliefert, die ausschliesslich nur sie enthalten. Kein Euhmesblatt bildet es für die jüdische Literaturgeschichte, dass diese von den grössten unserer Lehrer mit so unendlicher Hochachtung behandelten Entscheidungen erst drei Jahrhunderte nach der Erfindung der Buchdruckerkunst der Allgemeinheit zugänglich gemacht worden sind. Freilich wurden zwei Sammlungen bereits 1516 und 1575 in Konstantinopel12 gedruckt. Aber die eine ה״ם) הלכות פסוקות) betitelte13 ist in einer derart kleinen Auflage 8) In Narbonne geboren und in Limoges (in Haute-Vienne) Rabbiner, s. H. Gross, Gallia Jadaica (Paris 1897) S. 808, der insbesondere die Untersuchungen Luzzattos in בית האוצר benutzte. — Ueber seine Werke vgl. auch unsere weiteren Angaben. 9) E. Isaak ibn Giat (Ghaiat) war 1038 in Lucena geboren und starb 1089 in Cordova. 0ג) Von R. Jehuda Barsilais Leben wissen wir fast nichts, vgl. Halberstam, Einleitung zu פי׳ לס, יצירה, Schorr’s Einleitung zu seiner Ausgabe des ס׳ העתים, auch The Jewish Encyclopedia s. v. ״) Diesen letzten Grund deutet auch Ginzberg, Geonica I S. 158 an. 12) Im allgemeinen sind Konstantinopeler Drucke selten, siehe Stein- Schneider, Jüd. Typ. u. Jüd. Buchh. in Ersch u. Gruber II. Sekt. Bd. 28 S 42. 13) So wenigstens nach der gemeinen Ansicht; näheres hierüber s. unten.