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Jeschurun · 1927-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1927) · p. Seite 383

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1927)
Date
1927-07-01
Page
Seite 383 (sequence 55)
Language
German
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Beiträge zur talmudischen Methodologie 888 neben einer wirklichen 1דרשה) gemeint; nicht aber könnte mit diesem Terminus geradezu etwas Unrichtiges in der Quelle bezeichnet werden. Damit stimmt überein, dass Raschi selbst an einer Stelle den Ausdruck כדיי gebraucht, wo der Talmud eine Ueberflüssigkeit in der Quelle annimmt und ihr Stehen durch eine איידי-Auslegung erklärt2). Ist also darnach der Terminus äquivok, so ist doch nicht zu verkennen, dass zumindest Rh. 4 a3); Hör. 7 a und Zeb. 99 b der Terminus keine der von Raschi gegebenen Erklärungen verträgt 4). An diesen Stellen liegt sicherlich in der Quelle geradezu eine Unrichtigkeit vor. Es ist ferner zu bemerken, dass an keiner der Stellen, wo der Talmud in einer Quelle eine überflüssige בבא feststellt, die der andern בבא nicht widerspricht, wo also nach Raschis Kommentar zu Kidd. 5 b כדי נסבה mit *Recht hätte stehen können, dieser Terminus gebraucht wird5). Soviel über die Erklärung von כדי נסבה bei den Kommentatoren. Es ist nun, wie gesagt, die zweite Erklärung des Rabbenu Chananel an allen Stellen durchaus möglich. An allen Stellen wird, wenn man einfach erklärt, eine Unrichtigkeit in der Quelle konstatiert. Auch Sota 19 b und Bm 27 b, wenn man sich nicht geradezu zwingt, 80 wie Raschi zu erklären, welche Erklärungen die einleitenden Worte der Quellen (...מגיד ש und ולמה יצאת להקיש אליה ולומר לך וכו') ohnehin nur schwer zulassen. In Kidd. 5b sich widersprechen, einfach durch eine n״K-Auslegung löst, (siehe oben S. 286 Note 5) dafür güt das Seite 885 £. Gesagte. ]) Neben einer wirklichen דרשה, weshalb nicht einfach קרא אסמכתא בעלמא gesagt wird. 2) Zeb. 91b sub תנא רישא משום סיפא. Zur ganzen Stelle siehe oben Seite 239 f. (vgl. auch Raschi Kerit. 28 a sub קורס לספת u. a.). s) הכמת מנוח (in den תוססות zum grossen Wilnaer ש״ס) z. St., der Tossaf. sub אי לא אקרבית die Frage beantworten lässt, wieso in der Quelle ein falscher רין stehen kann, verdient kaum Beachtung; versagt ja diese Erklärung schon in der Parallelstelle Zeb 99 b. 4) Zeb 98 a; Men. 83 a Chull. 22 a könnte כדי נסבה ähnlich der Er• klärung Raschis zu Bm 25 b erklärt werden. b) Siehe die oben Seite 284 Note 8 angeführten Stellen.

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