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Jeschurun · 1927-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1927) · p. Seite 339

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1927)
Date
1927-07-01
Page
Seite 339 (sequence 11)
Language
German
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Wesen und Wertung des Minhag in Israel 339 in die Jahrtausende nicht zurückverfolgt werden können, den Adel der Familienreinheit unsres Volkes überhaupt in Frage stellen. Dadurch allein ist eine Erschütterung des Minhag schon ausgeschlossen. Nur über der ungetrübten Familienreinheit Israels, — על משפחות מעחסות שבישראל — ruht 'die Schechina (Kidduschin 70 b), da sie aber niemals unser Volk zu begleiten aufgehört hat, kann ein so fundamentaler Verstoss gegen die von der Tora gegebenen Ehegesetze nicht geschehen sein. Und wollte selbst Elijahu, der doch sonst nur kommt, für rein zu erklären, und nicht für unrein, zu restituieren, aber nicht den Adel abzuerkennen, hier an dem Stammbaum Israels rütteln, so dürften wir diese Bezichtigung unsrer Ahnen nicht zulassen. § 22. Darin ist allgemein ein wichtiger Gesichtspunkt gegeben, wo wir mit allen Mitteln den Minhag gegen eine spätere häiachische Entscheidung verteidigen und vertreten müssen, nämlich wenn die Annullierung des Minhag eine Anklage gegen frühere Generationen bedeuten würde. So erzählt der מהר״י קולון (Radix 105), dass er den Brauch angetroffen, im Flusse statt im Tauchbad die Twilah vorzunehmen Obwohl sein Vater mit aller Kraft dagegen vorgegangen sei, wolle er, wenn es einmal so eingeführt ist, sich nicht für die Aufhebung einsetzen אס נתפשט המנהג ביניכם לא באתי למשכן נפשי על המנהגות (ebenso der Schulchan |r Aruch Jore Dea 201,2) Wie kann man einen Stein auf alle r werfen wollen, die dem Minhag gefolgt? Würde das nicht j£, heissen, sie hätten einen אסור כרת begangen? So bleibt auch der | מנהג רבני רייגוס (Jore Dea 9) bezüglich der חלב שעל הכרס zu recht f|.. bestehen, weil seine Aufhebung indirekt die Vergangenheit eines schweren Vergehens beschuldigen würde. So wollte (Pessach. |r 51 ä) Rabba bar Bar Chana nicht von dem Genuss des הלב שעל היתר •£§ lassen, den er mit eignen Augen von Rabbi Jochanan £ gesehen hätte; wie sollte der Schüler sich den Anschein geben, |לן als zweifle er an der Richtigkeit dessen, was sein Meister getan? H Wo jedoch die Halacha, bei ihrer nachträglichen Fest-!1 Stellung, gegenüber dem Minhag erleichternd entscheidet und!׳ daher ein Vorwurf den Früheren nicht erwächst, wird sie ohne §£ weiteres gültig. (So Maasser Scheni V, 8.)

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