Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1927)
- Date
- 1927-05-01
- Page
- Seite 306 (sequence 100)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2292929-2293050-2293053--09089-2302372- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
306 Galiläa von der Makkabäerzeit bis 67 stammung der Galiläer. — Mochten auch die Galiläer leichtfertig im Geloben sein76), und mag auch R. Johanan b. Zakkaj über ihre mangelnde Liebe zu Thorawissenschaft klagen 77), — nirgends werdendiese Fehler auf Rechnung ihres Proselytentums geschrieben: lauter Beweise, dass sie in Wirklichkeit jüdischer Abkunft waren. In der langen, für uns fast völlig dunklen Periode der Geschichte Palästinas von der Zeit Nehemias bis an den Beginn der Makkabäerkämpfe mochten manche wichtige Ereignisse sich vollzogen haben, über die wir keine quellenmässige Kunde besitzen. Eins dieser Ereignisse war zweifellos die Besiedlung ausserhalb Judäas gelegener Gebiete durch Juden, vor allem im Norden des Westjordanlandes. Zur Zeit als Galiläa in unseren Geschichtsquellen zum ersten Mal erscheint, hatte es schon eine nicht unbedeutende jüdische Bevölkerung, — dies ist in Kürze das Ergebnis dieses langen Abschnittes, das aber einmal der bisherigen (von Vorurteilen vielleicht nicht ganz unbeeinflussten) Annahme entgegen festgestellt werden musste. (Fortsetzung folgt.) Weitere Beiträge zum Verständnisse der Aussprachen des Hebräischen.* *) Von Dr. B. Cohen. 1. Vom Cholem. A. Theoretisches. Um die Vielgestaltigkeit des Cholem zu begreifen, muss man Blicke in die Lautgeschichte anderer Sprachen tun. Man hat in neuerer Zeit erkannt, und besonders V 0 s s 1 e r hat in Deutschland darauf hingewiesen, dass Lautwandel niemals rein mechanisch aufgefasst werden darf. Formeln wie die, welche 76) S. Ende Abschnitt II. 77) ן. Sabb. Ende XYI, vgl. Pal. Stud. 1,16. *) Vgl. Jesch. B. X S. 54-75 und XI S. 457—563.