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Jeschurun · 1927-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1927) · p. Seite 304

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1927)
Date
1927-05-01
Page
Seite 304 (sequence 98)
Language
German
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304 Galiläa von der Makkabäerzeit bis 67 jüdischen Gesetze gezwungen69). Die Ituräer wohnten im Libanongebiet; ihr Land erstreckte sich bis etwa an den Semachonitis- See 70). Schürer meint aber, es m u s s bis an die Grenze des jüdischen Gebietes sich erstreckt, und auch Galiläa, oder doch den grössten Teil desselben umfasst haben 71), sonst hätte Aristobul nicht Vordringen können. ״Denn Joh. Hyrkanus war mit seinen Eroberungen noch allem, was wir wissen, nicht wesentlich über Samarien hinaus vorgedrungen“. Da aber Josephus, bzw. Strabo nicht sagen, Aristobul hätte das ganze Reich der Ituräer unterworfen, ״sondern nur ein Stück desselben an sich gerissen, so kann damit im wesentlichen nichts anderes als Galiläa gemeint sein. Eben dieses Stück ist aber von Aristobul zugleich judaisiert worden“. Soweit Schürer. — Eine genauere Betrachtung des Strabo’schen Berichtes wird aber keinesfalls zu solchen Schlüssen führen. Weder Strabo noch Josephus nennen hier Galiläa, sicher aus dem Grunde, weil Aristobul dort nichts von den Ituräern zu erobern hatte oder nichts erobern konnte. Der Weg ins ituräische Land führte aber durch jüdisches Gebiet. Denn es gab — wie wir oben sahen — jüdische Ortschaften in der grossen Ebene und in Untergaliläa, und wir werden weiter nachweisen, dass auch manche obergaliläische Orte schon in der Hasmonäerzeit in jüdischen Händen waren (Abschnitt II.). Dass es dabei um die Judaisierung Galiläas gehandelt hätte, ist aber den Quellen nicht im entferntesten zu entnehmen und ist die unbegründete Annahme Schürer’s, da Strabo bzw. Josephus nur von der zwangsweise Judaisierung der Ituräer sprechen. Wie wenig die Interpretation Schürer’s stichhaltig ist, zeigt auch die eigenartige Ausdrucksweise Wellhausen’8, der bei der Besprechung unseres Berichtes schreibt, es ״lässt sich schwer sagen, was mit den Ituräern gemeint sein soll72)״; während in 69) Ant. XIII 11, 8. 70) Vgl. Beüage I zu Schür r I4, 707 ff 7*) II 11. 72) Isr. und jüd. Geschichte* * 7 8, 263. Dann folgt der Satz: ״Die Ituräer waren die Araber des Libanon, diese konnten aber nicht angegriffen werden, ehe nicht Galiläa ganz oder zum Teil erobert war. Unter Hyrkan scheint

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