Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1927)
- Date
- 1927-05-01
- Page
- Seite 302 (sequence 96)
- Language
- German
- Belongs to
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302 Galiläa von der Makkabäerzeit bis 67 Wir haben bisher in verschiedenen Gegenden Galiläas jüdische Städte und Siedlungen kennen gelernt. Dass sie alle in einigen wenigen Jahren — etwa zur Zeit der Herrschaft Joh• Hyrkans — entstanden sein sollten, ist unglaublich. Mag auch sein, dass die Konsolidierung der Hasmonäerherrschaft .viel zur Vermehrung der jüdischen Bevölkerung in dieser Landschaft beitrug, den Grundstock müssen jene Einwohner gebildet haben, die wir schon zu Beginn des Makkabäeraufstandes in Untergaliläa vorfanden. Wie gross ihre Zahl damals war, wird nirgends gesagt. Wenn aber aus I Makk. 5,23 gefolgert wird, dass sie eine ״kleine Minorität, ja nur eine Diaspora unter Heiden gebildet haben62 ״), — so wird man diesen Schluss als etwas weitgehend betrachten und den Bericht so verstehen dürfen, dass Simon die Bewohner nur aus den gefährdeten Gegenden und Orten ausgezogen habe, während er die Uebrigen an Ort und Stelle weiter wohnen liess. Dies konnten wir auf Grund I Makk. 9,1—2 bezüglich A r b e 1 s feststellen, und dasselbe war sicherlich auch bei anderen Orten der Fall. Auf Grund der bisherigen Untersuchungen können wir nun über die Richtigkeit der Darstellung urteilen, die im bekannten Geschichtswerke Schürer’s bezüglich der מJudaisierung Galiläas“ gegeben wird63). Dass der Begriff ״das heidnische Galiläa“ (l Makk. 5, 15) nicht ganz Galiläa bezeichnet, gibt Schürer selber zu64). — Widersprochen muss aber werden den Worten: ״Die Makkabäer Jonathan und Simon haben Galiläa noch nicht besessen. Auch die Eroberungen des Joh. Hyrkanus erstreckten sich noch nicht über Samarien hinaus. Bis zum Ende seiner Regierung kann also eine Judaisierung nicht erfolgt sein65.“ Richtig ist nur, dass die genannten Hasmonäer nicht ganz Galiläa besassen; sie haben ferner eine ״Judaisierung“ 62) Schürer II 4, 10 und fast wörtlich I *, 186. 6ל II 9 ff. 64) Mir scheint, dass es sich bloss um eine biblische Reminiszenz handelt (Jes. 8,23). Der Schreiber will damit a. a. O. nur sagen, die heidnischen Bewohner Galiläas hätten sich gegen die jüdischen gewandt. 6י) S. 10 unten und Anm. 18.