Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1927)
- Date
- 1927-05-01
- Page
- Seite 294 (sequence 88)
- Language
- German
- Belongs to
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294 Galiläa von der Makkabäerzeit bis 67 der Seite Jonathans waren (49).s0) Diese leisteten tapferen Widerstand (51). Galiläa muss also zur Zeit dieser Ereignisse eine recht zahlreiche jüdische Bevölkerung gehabt haben, sonst wäre es unerklärlich, dass Jonathan 2000 seiner Soldaten dort unter bringen konnte. In einer feindlichen, heidnischen Umgebung wäre dies undenkbar. Dies bestätigt die Richtigkeit unserer bisherigen Feststellungen. Ferner ersieht man aus der obigen Erzählung, dass es auch in der zu Galiläa gehörigen Ebene Jizre’el jüdische Siedlungen gegeben hat, denn Tryphon lässt die Leute Jonathans dort überfallen. Dabei handelt es sich nicht blos um die Soldaten, sondern um seine Anhänger überhaupt. In welchem Teil der Ebene diese Siedlungen waren, werden wir — wie ich glaube — auf Grund einer Mischnastelle weiter im II. Abschnitt feststellen können. Wann sie entstanden sind, darüber gibt es keine historischen Berichte. Aber es darf angenommen werden, dass während der persischen Herrschaft mit dem natürlichen Wachstum der jüdischen Bevölkerung in Judäa zugleich die Besiedlung ausserjudäischer Gebiete vor sich ging. Aus den Berichten der Makkabäerzeit können gewisse Tatsachen für die vorangegangene Epoche geschlossen werden, ohne das& wir die einzelnen Phasen der Entwickelung zu verfolgen imstände wären. Skythopolis im Südosten der Ebene war eine heidnische Stadt; aber aus I Makk. 5, 25, verglichen mit II Makk. 22,29—31 erfährt man, dass zur Zeit des aus dem Ostjordanland siegreich heimkehrenden Judas des Makkabäers schon Juden in der Stadt wohnten, diese sogar bezüglich der heidnischen Bevölkerung vor ihm bezeugten, sie seien während der letzten unheilvollen Tage ihnen zugetan gewesen. Ueber die numerische Stärke der dortigen Judengemeinde verlautet übrigens nichts. _ * 30) dg TaXtXaiv xal eis xö iceotov xo jxsya. Ed. Swete fehlt xat, wonach nur von der grossen Ebene gesprochen wird. Dann ist aber die Hervorhebung Galiläas nicht zu verstehen, wenn auch an und für sich e& richtig ist, dass die Ebene zu Galiläa gehörte.