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Jeschurun · 1927-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1927) · p. Seite 293

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1927)
Date
1927-05-01
Page
Seite 293 (sequence 87)
Language
German
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Galiläa von der Makkabäerzeit bis 67 293 betrifft — mit der freien Erfindung des Verfassers zu tun hat. Alte midraschische Erzählungen kennen auch im Wesentlichen die gleiche Geschichte von Judith, der Tochter von Achitub, sie bringen sie zum Teil mit den Makkabäerkämpfen in Verbindung, verlegen aber den Schauplatz der Begebenheiten in die , Nähe von Jerusalem28). Das apokryphische Buch nennt bekannüich Betylia als Hauptort der Erzählung. Dabei dachte der Verfasser zweifellos — da die Heldin eine Simeoniterin ist — an das im Gebiet Simons gelegene 29(בית אל =) בתואל, בתול). Trotzdem aber verlegt er es in die grosse Ebene. Es will mir scheinen, als wollte der Verfasser durch die unmöglichen topographischen Angaben seine Leser aufmerksam machen, in seiner Erzählung ja nicht Geschichte zu suchen, sondern eine schöne Aggada zu erblicken! Die Quellen für das Vorhandensein jüdischer Siedlungen in der Ebene Jizre’el sind vielmehr wieder im Makkabäerbuch und in gewissen mischnischen Ueberlieferungen zu finden. I Makk. 9,53-59 berichtet über den tragischen Fall Jonathans im Jahre 143. Jonathan zieht mit grosser Heeresfolge nach Bet-Schean. Tryphon versteht es, ihn zu beruhigen; er lädt ihn sogar zu sich nach PtolemaYs. Der Hasmonäer lässt sich überreden, entlässt sein Heer nach Judäa und behält bei sich blos 1000 Mann, während er 2000 in Galiläa lässt (47). Gleich nach seiner Ankunft in PtolemaYs werden aber seine Soldaten getötet, er selbst wird gefangen genommen. Dann schickt Tryphon Militär nach Galiläa und nach der grossen Ebene (Jizre’el), um all jene zu töten, die an 28) Vgl. 6a8ter 166 ס׳ המעשיות Nr. 251: בשמנה עשר כאדר יום שעלה סליקום הוא דתניא בשברו על ירושלים היו ישראל בשקים ובתענית והיתר. שם אשה אחת ישה ביותר ויהודית בת אחיטוב שמת וכר (zu Achitub vgl die Varianten zu 8,1); 8. ferner Raschi zu Sabbat 23 a 8. v. אן» ה! היו כאותו הנם; die Pijjutim zu חנוכה (Baer-Siddur 68 lf., 637). 19) Jos. 19,4, I Chr. 4,30, 1 Sam. 80,27. Auf diese Zusammenhänge hat mein Schäler, S. Puschinsky, Jerusalem (wo wir im Sommersemester 5686 als seminaristische TTebung das Judithbuch behandelten), sehr richtig aufmerksam gemacht. Natürlich sind Namen der Heldin und der Festung als symbolische gedacht

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