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Jeschurun · 1927-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1927) · p. Seite 285

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1927)
Date
1927-05-01
Page
Seite 285 (sequence 79)
Language
German
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Das Land ״Schabat“ usw: 285• sie anerkennen, dass sie (die Jaden)‘ein grosses Volk und ein eigenes Reich haben.. a. Mitteilungen solcher Art finden sich auch an anderen Stellen des Werkes von Farigol. Abraham Farigol steht in dieser Hinsicht nicht allein da. Der berühmte jüdische Gelehrte und Staatsmann Portugals und Spaniens im XV. Jahrhundert, Donlsaak Abrabanel (1437—1508), sagt in seinem Kommentar zur Bibel1: ״Ich sah einen glaubwürdigen Brief, den Leute brachten, die aus Portugal nach Indien nach Gewürzen reisten, und welche bezeugten, sie hätten dort viele Juden gesehen, und brachten einen Brief von einem ihrer Gelehrten; sie sagen, sie seien Nachkommen derjenigen Juden, die Sauherib aus den Städten Judas vor der Zerstörung wegführte, und die er hinter den Bergen der Finsternis ansiedelte, die dann zur Zeit des zweiten Tempels nicht zurückkehrten.״ Im Brief des R. Elia Pesaro (im XVL Jahrhundert) wird gesagt2: ״Mir erzählte ein Greis, der das Indien besucht hat, das im fernen Osten liegt, in diesem Indien sei ein mächtiger König; und auf der Insel unweit des Flusses Schabbation sollen die Söhne Moses’ wohnen, ihnen gegenüber der Stamm Menasche und jenseits des Schabbation die Stämme Dan, Naphtali, Gad und Ascher״. Wie wir schon bei Abraham Farigol sahen, figurierten in den Sagen des XV. und XVI. Jahrhunderts, d. h. während der Zeit des Athanas Nikitin, legendäre Juden, deren Existenz von den Christen abwechselnd geleugnet und anerkannt wird; die europäischen Juden aber bemühten sich mit allen Mitteln, die Autentizität der Nachrichten von ihren mächtigen Stammesgenossen, die hinter dem Sambation wohnen, zu verteidigen. Den Widerhall dieses Streites sehe ich in den Worten Nikitin’s: ״Die Behauptung der Juden, die Einwohner von Schabat seien Juden, ist eine Lüge“. 0 Za Jeremia III, 14, שובו בנים שובבים נאם ה׳. 2) Der Brief des Elia Pesaro ist gedruckt im SanuDelbuch von Elieser Aschkenasi, דברי חכמים, Metz, 1849.

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