Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1927)
- Date
- 1927-05-01
- Page
- Seite 284 (sequence 78)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2292929-2293050-2293053--09067-2302350- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
284 Das Land ״Schabat״ nsw. der Ismaeliter, die den Juden schaden und ihre Vereinigung stören . . .״ Im XXV. Kapitel seines Werkes fährt F a r i $ 0 1 fort: ״Ich fand in ihren (d. h. der Christen) Büchern, nämlich im 58. Kapitel des zweiten Buches, des Werkes ״Die Neue Welt״, auch eine ausführliche Mitteilung darüber, dass das Reich des Presbyters Johannes sich auf dem Festlande oberhalb Kalekutas befindet, in den höheren Gegenden, die vom Meer entfernt sind; das ist ein klarer Beweis und eine allgemein anerkannte Nachricht bezüglich der Juden, die in der Nähe des Presbyters Johannes wohnen, über die wir die ganze Zeit von katholischen Mönchen hörten, die ausführlich davon erzählten, dass dort Juden leben . . . Dies alles hörte ich von gelehrten Leuten, die im Laufe zweier Jahre zweimal in Kalekuta waren und die hier in Farrura im Beisein des Herzogs Irakles über Kalekuta, Mekka und den Presbyter Johannes erzählten, ebenso über die Menge der dort wohnenden Juden, von ihren Königen und Beschäftigungen.“ Weiter berichtet Farigol, was er von Seeleuten hörte über ein zahlreiches Volk von Schwarzen, die auf dem Festlande Kalekuts, auf dem Wege zum Reich des Presbyters Johannes wohnen; diese Schwarzen reisen oft mit verschiedenen Waren, denn ihr Land ist sehr reich. Fari$01 fügt hinzu: ״Von ihnen (d. h. diesen Schwarzen) sagt man, sie seien Heiden; auf Grund meiner Untersuchungen und Forschungen behaupte ich, dass sie unzweifelhaft Juden sind, wie ich von einem arabischen Dolmetscher erfahren habe, mit dem ich mich hier in Ferrara unterhielt. Der letztere erzählte mir, er habe, als er in Kalekut war, mit einem aus diesem Volke zu tun gehabt wegen einer Handelssache; da erhob der Schwarze seine Hand mit einem ausgestreckten Finger zum Himmel und schwur beim Einzigen, Ewiglebenden. Der Dolmetscher, der dem Juden keine Ehre antun wollte, erklärte es so, als ob er bei der Sonne schwur. Es ist ja bekannt, dass sie es bei ihren, (d. b. bei den Nichtjuden) heute üblichen Traditionen für unpassend halten, den Juden Ehre anzutun, indem