Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1927)
- Date
- 1927-05-01
- Page
- Seite 283 (sequence 77)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Das Land ״Schabat“ usw. 283 begeht eine Dummheit, denn damit leugnet er die Worte des Talmuds, in dem gesagt wird, der römische Kaiser habe Rabbi1 2 * * * * gefragt, womit sich denn der Sabbat vor anderen Tagen auszeichnet, worauf Rabbi nach einem langen Disput antwortete: ״der Fluss Sambation dient als Beweis״. Demjenigen, dem das wenig ist, kann man sagen: ״wenn du, mein Sohn, dich nicht mit den heiligen Schriften (d. b. dem Talmud) begnügst, dann gehe hin und sieh, was in ihren (d. h. der Christen) Werken und gedruckten Büchern steht1. — Das ist es, was ich jetzt sagen will von diesen Juden, ihren Königen, ihrem Reichtum an Gewürzen, Gold und Silber und auch vom Fluss Sambation, die sich alle in den Grenzen Indiens befinden, auf dem Festland von Kalekutas, höher als er, wie ich es genau dargelegt habe in meinem Werke über den Disput zwischen einem Juden und einem Christen, das ich מגן אברהם nannte. Die Worte unserer Lehrer, ihr Andenken sei zum Segen, sind wahr und ihre Lehre — richtig. Der obenerwähnte christliche Gelehrte teilt mit, er habe in Kalekuta viele Juden gesehen, verschiedene Händler mit Gewürzen und anderen Waren; sie alle gehören zu den Stämmen, die über Kalekuta zwischen den Bergen und den Flüssen von Gosan leben; oberhalb von ihnen befindet sich der Fluss Sambation, der (die Juden) von den anderen trennt. Aber auf dem Festlande des Landes Mekka befindet sich die Wüste Chabor. Zwischen den Juden, die in den Bergen von Gosan und auf den gosanischen Ufern wohnen, und den Juden, die in Chabor — unterhalb des glücklichen Arabien (Arabia Felix) — ihren Sitz haben, befinden sich viele zerstreute Siedlungen und Gegenden J) Rabbi wird gewöhnlich der Redaktor der Mischna רבי יהודה הנשיא genannt. — Im Talmud Babli (Sanhedrin 65 b) findet der Disput nicht zwischen R. Jehuda und dem römischen Kaiser, sondern zwischen R. Akiba und dem römischen Heerführer Rufus statt. 2) Unser Autor beruft sich hier auf das Werk Josephi Flavii ״de Bello Jadaico“, wobei er den letzteren יוסף בן נריון nennt, wie gewöhnlich der Autor des im Mittelalter sehr verbreiteten Pseudo-Flavias 7יוסיפון״ heisst; er erzählt vom Besuch Kaiser Titus bei den Juden jenseits des Sambation. Titus soll diesen Fluss, der am Sabbat ruht, gesehen haben, und hatte daher die Möglichkeit ihn am Sabbat zu überschreiten; daher nannte er ihn auch ״Sabbatinum“.