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Jeschurun · 1927-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1927) · p. Seite 281

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1927)
Date
1927-05-01
Page
Seite 281 (sequence 75)
Language
German
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Das Land ״Schabata usw: 281 Es ist zu bemerken, dass in den Briefen des Presbyters Johannes deutlich auf Indien hingewiesen wird, als auf das Land, wo sich das sagenhafte Reich und der Sambation befinden, was daran liegt, dass die alten 1 und mittelalterlichen2 3 * * * * (sogar neuzeitlichen) jüdischen wie auch nichtjüdischen Schriftsteller oft Indien mit Abessinien verwechseln8. Besonders im XV. und XVI. Jahrhundert wird Indien mit Ostafrika verwechselt. Zu jener Zeit nannte man jedes entfernte Land Indien. Im jüdischen Schrifttum dieser Periode wird der Sambation oft nach Indien übertragen und in das Reich des Presbyters Johannes in seine Nachbarschaft verlegt. So sagt der bekannte jüdische Arzt und Geograph des XV. und Anfang des XVI. Jahrhunderts, Abraham F a $ i g 0 1, in seinem Werke ״אגרת ארחות עולם״ (beendet 1524), Kap. XXIV: ,Auf dem Wege von der Gegend Mekka zum indischen Meere, wenn man über das Trockenland geht, erstrecken sich grosse Wüsten und Judensiedlungen, die an den Ufern des Ganges liegen, wie ich schon geschrieben habe, und wie es bei den christlichen Schreibern klar dargelegt ist. Auch in den neueren Werken wird gesagt, dass in den Ländern, die oberhalb Mekkas und der Wüsten von Kalekut liegen, unendlich viele Juden wohnen; dort besitzen sie viele Königreiche; sie sind aber von einander getrennt und entfernt, d. h. die Juden, die oberhalb Mekkas נ) Virgil, Georgici, IV,292. 2) Benjamin ans Tudela; Marco Polo; Johann Ephesus; die aramäischen Ta rg um im. — Vgl. Ludolf, Historia Aethiopica 1,2; Nöldecke, Geschichte der Perser etc, S. 222; — s. A. Epstein, Eldad ha-Dani, p. 88—38. 3) Im XVI. Jahrhundert befahl Kaiser Immanuel der Grosse, unbedingt das Reich des Priesters Johannes aufzusuchen. Es wurde eine Gesandtschaft ausgerüstet und der portugiesische Pater Franzisk Alvarez beschrieb genau Abessinien, nachdem er dort 1520—1526 geweilt. Diese Beschreibung wurde in Auszügen gedruckt im Jahre 1540 unter dem Titel ״Verdaderia informasam do preste Joaoft (Wahrhaftige Nachricht über den Priester Johannes) und in viele Sprachen übersetzt. Das berühmte Werk des deutschen Orientalisten Ludolf hat als Titel ״Bistoria Aethiopica, sive descriptio Regni Habessinorum, quod vulgo male *Presbyteri Johannis vocatur״. (Francofort ad M., 1661,2°).

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