Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1927)
- Date
- 1927-05-01
- Page
- Seite 278 (sequence 72)
- Language
- German
- Belongs to
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278 Das Land ״ Schab at“ usw. einem christlichen König, der noch mächtiger ist als er, Tribut zahlen muss. Diese Briefe wurden in alle europäischen Sprachen übersetzt, und die Juden, dadurch geschmeichelt, dass auch Christen die Existenz eines jüdischen Reiches anerkannten, übersetzten sie ins Hebräische und verbreiteten sie in vielen Exemplaren ״mutatis mutandis“1. Im umfangreichen Briefe des Priesters Johannes an den Papst wird unter anderem gesagt: ... ״In diesem Lande befinden sich drei Indien. Im grossen Indien ist der Apostel Thomas begraben; mein Land befindet sich im Süden, unweit des zerstörten Babylon; das zweite Indien liegt näher zum Norden; dort ist ein grosser Ueberfluss an Speisen und Getränken; das dritte Indien ist sehr gross und breit, es liegt in der Nähe des Landes der Juden und an einer Seite grenzt es an ein Meer, das mit Steinen angefüllt ist; in diesem Indien sind viele Völkerschaften und Wunder, von denen sie hören werden. In diesem Lande sind auch viele Könige, die nicht Christen sind. Sie sind mir aber alle untertan. An der Grenze meines Landes befindet sich ein grosses Wunder: ein Meer, das mit Steinen erfüllt ist, Wellen treibt und viel Schaden anrichtet; kein Mensch kann dieses Meer überschreiten. Mein Land ist so gross, dass ich selbst nicht alle Wunder kenne, die darin Vorkommen. In dieses Steinmeer fällt ein Fluss, der die Grenze bildet zwischen uns und dem grossen Lande der Juden, dem Lande des grossen Königs Daniel, Königs der Juden; dieser Fluss fliesst die ganze Woche, rührt sich aber am Sonnabend nicht, sondern bleibt stehen bis Sonntag, wo er wieder zu fliessen beginnt..., diesen Fluss kann man nur am Sonnabend überschreiten; wir halten aber Wachtposten am Ufer, denn wenn 1J Neubauer in ״Kobez al Jad“ (ed. ״Mekize Nirdamim“, Berlin 1888, Jhrg. IV), S. 11—22, 64—69. — Vgl. S. M. L a z e r in ״Haschiloach“ IX (1902), S. 214—216.