Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1927)
- Date
- 1927-05-01
- Page
- Seite 275 (sequence 69)
- Language
- German
- Belongs to
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Das Land ״Sehabat״ usw; 275 Aus Asien hat die Legende, wie wir sehen, den Sambation nach Afrika übertragen. Einige Legenden der talmudischen Literatur verbinden den Sambation nicht mit dem Lande der zehn Stämme, sondern mit dem Lande, wo die Nachkommen Moses’ (בני, משה) wohnen. Die letzte Version wurde von den arabischen Schriftstellern übernommen. Im K 0 r a n findet sich folgender Vers1: ״Vom Volke Moses’ gibt es eine Gemeinde, die den Weg der Wahrheit anderen weist und selber ihn wandelt“. Die Kommentatoren des Koran bringen in Zusammenhang mit der Erklärung dieses Verses verschiedene Legenden von den Nachkommen Moses’2. Der arabische Schriftsteller K a s v i n i3 bringt im Namen des Ibn Ab bas4, des Neffen Mohammeds: ״Die Juden sagen, in der Stadt Gobers, die im fernen Osten liegt, und in der Stadt Gambalek, die im fernen Westen liegt, wohnen Nach• kommen Moses’, die dorthin während der Zeit NebukhadnezarB flohen. Kein Mensch kann zu ihnen gelangen und niemand kennt ihre Zahl. Einst sagte der Prophet (Mohammed) zu Gabriel: meine Seele durstet, jene Männer (jenen Stamm) zu sehen, von denen G’tt sagte: ״Und vom Volk Moses usw.“. Gabriel antwortete: ״Der Weg dorthin dauert sechs Jahre und ebensoviel zurück und ausserdem trennt dich doch von ihnen ein Fluss, der mit Sand erfüllt, stürmt und pfeilschnell jagt und nur am Sabbat ruht. Aber bittet doch G’tt“. Der Herr vernahm das Gebet des Propheten und befahl Gabriel seine Bitte zu erfüllen. Im Augenblick war Mohammed unter diesem Stamm.“ 1) Koran, Sara YII, 159. 2) Geiger, Was hat Mohammed aus dem Judentum aufgenommen, S. 168. 3) A. Epstein, Eldad ha-Dani, 15—16. 4) Im Kommentar des Ibn Abbas zum Koran sind viele jüdische Legenden und Sagen da, die er von seinem Lehrer Kab al- Ahbar» einem jemenitischen Juden, der sich zum Islam bekehrte, erfuhr.