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Jeschurun · 1927-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1927) · p. Seite 274

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1927)
Date
1927-05-01
Page
Seite 274 (sequence 68)
Language
German
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274 Das Land ״Schabat* usw. Im Babylonischen Talmud1 ist die Rede von der übernatürlichen Art des Sambation im Zusammenhang mit der Frage, die der römische Heerführer Rufus Rabbi Akiba gestellt hat: ־warum die Juden den Sabbat feiern, der sich doch durch nichts vor anderen Tagen der Woche auszeichnet. Rabbi Akiba beruft sich unter anderen Argumenten auf den Fluss Sambation, der auch am Sabbat ruht. Dieses Zwiegespräch zwischen R. Akiba und Rufus wird in Bereschit Rabba (Cap. XI), in den ״Scheeltot h“ des R. Achai Gaon und im Midrasch Tanchuma (zu כי תשא) zitiert, wo gesagt wird, dass der Sambation, der kein Wasser, sondern Steine und Sand trägt, an den sechs Wochentagen reissend fliesst und am Sabbat ruht. In den ״Scheeltoth“ des R. Achai Gaon wird die abschliessende Antwort des Rufus an R. Akiba gebracht: ״in diesem Punkt glaube ich dir nicht, da ich von seinem (d. h. des Sambation) Vorhandensein nichts weiss“. Der Fluss Sambation wird auch imJerusalemischen Talmud2, imTargum des Pseudo Jonathan3 und in verschiedenen Midraschim erwähnt. Es sei bemerkt, dass die talmudische Legende den Sambation nicht in Judäa oder Syrien sucht, sondern in irgend einem weiten Lande der zehn Stämme. Unter den zahlreichen Versionen der Legenden um Alexander den Grossen finden wir eine späteren Ur- Sprunges4, in der erzählt wird, Alexander der Grosse habe auf seinen Reisen südlich von Aegypten einen Fluss erreicht, der drei Tage Sand und drei Tage Wasser trägt. Der Autor dieser Version, wahrscheinlich ein Christ, sagt nicht, dass der Fluss am Sabbat ruht; aber in der arabischen Redaktion5 sagt Ihn Fakich, als er diesen Fluss erwähnt, es sei der Sambation, der am Sabbat ruht. x) Sanhedrin 65 b. 3) Sanhedrin X, § 5 und 6. ף Exodus XXXIV, 10. 4) Zacher, Pseudo־Callisthenes, 135—137. °) Nöldecke, Beiträge zur Gesch. des Alexanderromans, 48.

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