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Jeschurun · 1927-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1927) · p. Seite 266

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1927)
Date
1927-05-01
Page
Seite 266 (sequence 60)
Language
German
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266 Der Streit zwischen Saadja Gaon nsw. der Heimatsstadt verbliebenen Gelehrten und den aus Pumbedita zurückkehrenden 68 richtete Saadja von neuem das alte Lehrhaus von Mata Machseja auf. Doch nur zwei Jahre dauerte der Aufschwung Suras. Da brach der von Nissi gefürchtete Konflikt aus. Dem Exilarchen war ein Erbschaftsstreit zur Schlichtung vorgelegt worden. Beide Parteien hatten bestimmt, der Exilsfürst solle für seine Bemühungen den zehnten Teil des strittigen Objektes erhalten, was die hohe Summe von 700 Goldstücken ausmachte. Da die Gebühren von beiden Seiten, ganz unabhängig von der Ent- Scheidung, gegeben wurden, kann von Bestechung keine Rede sein. Der Exiiarch fällte das Urteil und forderte die Parteien auf, die Geonim um Bestätigung seines Entscheids zu bitten. Sie kamen zu Saadja. Bei Prüfung der Schriftstücke fand er einige Punkte, die ihm nicht richtig erschienen. Er wollte deshalb nicht unterschreiben. Doch wollte er jeden Konflikt vermeiden und bat, man solle die Papiere erst dem Gaon von Pumbedita vorlegen; wenn der unterschriebe, werde auch er es tun. Er hatte wohl angenommen, Kohen Zedek werde aus den gleichen Bedenken, wie er, die Unterschrift verweigern. Doch der Pumbeditaner Gaon unterschrieb. Als die Parteien zu Saadja zurückkamen, war er in Verlegenheit. Er suchte sich zu helfen und sagte, nachdem Kohen Zedek unterschrieben habe, sei seine Unterschrift nicht mehr nötig. Jetzt bemerkten die Parteien, dass Saadja einen bestimmten Grund habe, nicht zu unterschreiben, und drängten, ihn ihnen zu sagen. Nach langem Sträuben tat es Saadja. Als der Exiiarch von der Weigerung Saadjas hörte, liess er ihn durch seinen Sohn Jehuda zur Unterschrift auffordern. Saadja antwortete stolz: Sage deinem Vater: in der Tora steht: fc8) Iggeret, S. 117, Z. 16 ff. ובנין2 מאן דאשייר מבניהון דרבנן דמהסיה ומן עלולי דסמיבו על רבנן דפימבדיתא. Die Bedeutung des Wortes עלולי ist schwierig. Mein 1. Kollege, Herr Dr. S. Grünberg, erklärt es nach dem syrischen י^לסנן das Pay ne *Smith (Lex. Syr.) ״advena, introductus“ wiedergibt, als ״Zugeführte“. Der Satz ist danach zu übersetzen: ״Und er [R. Saadja] sammelte die von den Söhnen der Gelehrten Machsejas Zurückgebliebenen und von denen, die den Gelehrten Pumbeditaa zugeführt waren (d. h. die an die Hochschule Pumbeditas übergesiedelt waren und jetzt nach Machseja*Sara zurückkehrten).

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