Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1927)
- Date
- 1927-05-01
- Page
- Seite 256 (sequence 50)
- Language
- German
- Belongs to
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256 Der Streit zwischen Saadja Gaon usw. Kohen Zedek und Joseph — und der Gelehrten der Hochschule beschlossen. 4. Der erste, der die Schuld am Streite einseitig dem Exilarchen zuschiebt, ist R. Abraham ben David. Nach ihm hat David ben Sakkai ein willkürliches Urteil gefällt. Aber auch er weiss nichts davon, dass der Exilarch David Bestechung angenommen hätte; er begnügt sich mit Vorwürfen gegen die Exilarchen im allgemeinen, dass sie keine Männer der Wahrheit gewesen seien und ihre Würde von der Regierung gekauft hätten. R. Abraham ben David erzählt nur vom Exilarchen, dass er sich an die Regierung gewandt hätte. Ueber den Ausgang des Gegenexilarchen Josia weiss er nichts. Dagegen meint er, dass der siegreiche Exilarch den Gaon töten wollte. R. Saadja ist nach Sefer Hakabbala auch nach der Aussöhnung nicht wieder Gaon geworden. Der Sohn Davids wird Sakkai, nicht Jehuda genannt543. IV. Beurteilung der Quellen. Bei der Betrachtung des Streites sind wir in der günstigen Lage, uns hauptsächlich auf zeitgenössische Quellen stützen zu können. Natan Hababli stammte wohl aus Babylonien. Jedenfalls hielt er sich dort längere Zeit auf. Er war dort zur Zeit des Streites zwischen dem Gaon Kohen Zedek und dem Exilarchen Ukba. Sein Bericht über diesen Streit wird mit den Worten eingeleitet: ,und was R. Natan Hakohen bar Jizchak Hababli sagte von dem, was er teils in Babel gesehen hat, und teils, was man ihm über den Exilarchen Ukba erzählte55“. Bei der Schilderung der Befugnisse des Exilarchen wird bemerkt, dass ״R. Natan erzählte, er habe gesehen, dass man dem Sohne des David ben Sakkai, der nach Persien gereist war, dort keine Ehrungen erwiesen habe56״. Also war Natan auch zurZeit des 54 a) Ueber die Bemerkungen Masudis s. S. 268 f. 55) Die Uebersetzung ist nach dem Text bei Neubauer, II, 78. Halevy, Dor. Har. HI, S. 257, hat den entstellten Text von Juchasin ed. Krakau, 120b, ed. Königsberg, 119 a; daher will er den Ausdruck נזה שראה nicht wörtlich auffassen. 56) Neub. II, 86י Juchasin!22^•