Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1927-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1927) · p. Seite 255

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1927)
Date
1927-05-01
Page
Seite 255 (sequence 49)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2292929-2293050-2293053--09038-2302321
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Der Streit zwischen Saadja Gaon usw. 255 oder erst nach der Verbannung Josia’s (Hassans). Obwohl R. Scherira es erst nachher erzählt, wül er vielleicht die Amtsent- Setzung Saadjas doch nicht erst später ansetzen, sondern nur die Geschichte Josia’s beenden. Nach R. Scherira hat David ben Sakkai gesiegt. Josia wurde — wohl sicher vom Kalifen — nach Chorasan verbannt, R. Saadja musste sich viele Jahre lang verborgen halten. In dieser Zeit verwaltete Joseph das Gaonat von Sura. Im Gegensatz zu Natan meint R. Scherira, dass J03eph auch nach der Aussöhnung seinen Posten behielt 54. 3. Aus der Polemik zwischen Saadja einerseits, Kalaf und David andererseits, ist zu entnehmen: Saadja wirft seinen Gegnern vor, sie seien in vielen Dingen unwissend und seien Feinde der Wissenschaft. Er hält sich für berechtigt, seine Gegner durch Entstellung ihrer Namen zu verunglimpfen. Er nennt den Exilarchen einen gewalttätigen Mann. Er behauptet, man habe ihm nach dem Leben getrachtet. Ihm wird von seinen Gegnern Selbstüberhebung und Neid vorgeworfen. Als besondere Ungehörigkeit wird hervorgehoben, dass er Kohen Zedek, den Gaon von Pumbedita, geschmäht habe. Kalaf wagt es, ihn Ketzer zu nennen. Eine Fülle von unsauberen Beschuldigungen werden gegen ihn erhoben. Es wird auch behauptet, er stamme von Gerim ab. Nach Angabe des karäischen Ueberlieferers soll Kalaf geschrieben haben, Saadja sei geschlagen worden. Saadja soll auch zu Unrecht einen Fasttag angeordnet haben, an dessen Folgen viele gestorben seien. Es wird behauptet, der Exilarch habe Saadja eidlich verpflichtet, nicht gegen ihn anfzutreten, Saadja habe aber den Eid gebrochen. Aus der Begründung des Bannes geht hervor, dass Saadja vor Verhängung des Bannes gegen ihn Davids Bruder Josia zum Gegenexilarchen bestimmt und auch die Hilfe der Regierung in Anspruch genommen habe. Jetzt erst habe David den Joseph ben Jakob zum Gaon von Sura bestellt. Der Bann und die Amtsentsetzung Saadjas wurde vom Exilarchen unter Zustimmung der beiden Rektoren der Hochschulen — 54) Vgl. hierzu S. 259 u. 263.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.