Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1927)
- Date
- 1927-05-01
- Page
- Seite 253 (sequence 47)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Streit zwischen Saadja Gaon usw. 253 David stärker, stützte sich auf die Kegierung und setzte seinen Bruder ab. Er wollte R. Saadja töten. 7 Jahre lang hielt sich R. Saadja verborgen... und David ben Sakkai setzte als Rektor den R. Joseph ben R. Jakob ben R. Mordechai ein. Später schlossen der Exilarch David und R. Saadja Frieden. Trotzdem wurde R. Joseph nicht abgesetzt, und R. Saadja wurda nicht wieder Gaon. 5. Einige Notizen über den Streit bringt auch der zeitgenössische arabische Schriftsteller Masudi in seinem Kitab at Tanbih 52: ״Ueber einen grösseren Teil der angesehenen und gelehrten Männer unter ihnen war Saadja Oberhaupt und sie gehorchten ihm״. Masudi schreibt auch: ״Und er (Saadja) hatte in Babylonien einen Streit mit dem Exilarchen David ben Sakkai und leistete ihm heftigen Widerstand. Das war unter dem Kalifat des Al Muktadir“. Dann berichtet er, dass die Juden ihren Streit vor den Gerichtshof des Wesirs Ali ben Isa und anderer Wesire brachten. III. Betrachtung der Quellen. 1. Natan Hababli erzählt vom Streite in zwei Absätzen. Zuerst sagt er ganz allgemein, dass ein Streit entstand, dann schildert er ausführlich die Entstehung des Streites. Man könnte im Zweifel sein, ob nicht Natan zuerst ein anderes unwesentlieberes Zerwürfnis meint und dann mit ועקר מחלקת den Hauptstreit einleiten will. Doch ist es wenig wahrscheinlich, dass sich schon bei dem ersten, gar nicht so wichtigen Streite die babylonische Judenheit in zwei Parteien gespalten, und Kalaf ben Sardjadu damals schon durch die grosse Summe Geldes die Absetzung Saadjas bei der Regierung zu erwirken versucht hätte. Viel einleuchtender ist die Annahme, dass Natan erst ganz allgemein angeben wollte, dass zwischen Gaon und Exilarch ein Zerwürfnis entstand, das die Judenheit Babyloniens spaltete. 52) Bibi. Geogr. Arab. YIII ed. De Goeje S. 113; s. a. Grätz Y, Note 20, 9C