Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1927)
- Date
- 1927-05-01
- Page
- Seite 245 (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Streit zwischen Saadja Gaon nsw. 245 doch die Unterschrift des Exilarchen und die Unterschrift Kohen Zedeks, des Rektors von Pumbedita. Meine Unterschrift habt ihr nicht nötig.“ Darauf fragten sie ihn: ״Weshalb ־willst du nicht unterschreiben?“ Er sagte: ״ich weiss nicht“ und weigerte sich, ihnen den Grund anzugeben. Als sie ihn dann mehrmals beschworen, ihnen zu sagen, was er in den Schriftstücken gesehen habe, und er den Schwur nicht übertreten und [seine Gründe] nicht verheimlichen konnte, da sagte er ihnen, was er in den Schriftstücken gesehen habe, und weshalb sie schlecht wären. Da gingen sie wieder zum Exilarchen und sagten es ihm. Darauf sandte der Exilarch seinen Sohn Jehuda zu R. Saadja und sagte ihm: ״Gehe hin und sage ihm in meinem Namen, er soll die Schriftstücke bestätigen.“ Jehuda, der Sohn des Exilarchen, ging hin und sagte zu R. Saadja im Namen seines Vaters, er solle die Schriftstücke unterschreiben. Der aber antwortete ihm: ״Gehe zu deinem Vater zurück und sage ihm, dass in der Tora steht: ihr sollt kein Ansehen kennen bei Gericht. [Der Exilarch] schickte [den Sohn] zum zweiten Male und trug ihm auf: ״Sage ihm: unterschreibe die Schriftstücke und sei kein Tor.“ Der junge Mann ging wieder hin und redete in höflicher Weise mit R. Saadja, ohne die Worte des Vaters zu bestellen; vielmehr bat er ihn mit freundlicher Zurede, er möchte doch unterschreiben, damit es keinen Streit zwischen ihm und seinem Vater gäbe. Doch [Saadja] weigerte sich. [Der Exilarch] schickte [seinen Sohn] noch oft zu ihm. Dieser wollte R. Saadja nicht alles mitteilen, was sein Vater gesagt hatte. Vielmehr versuchte er mit vielen Ueberredungskünsten, ihn zum Unterschreiben der Schriftstücke zu bewegen, damit es wegen dieser Sache nicht zum Streit zwischen ihm und seinem Vater käme. Da ihn aber sein Vater mit dem Hin- und Hergehen ermüdete, wurde er zornig und erhob seine Hand gegen R. Saadja und sagte: ״Wenn du die Schriftstücke nicht unterzeichnest, wie mein Vater es dir gesagt hat, strecke ich meine Hand gegen dich aus“. Das Wort war dem Munde des Jünglings kaum entfahren, da rissen ihn die Leute R. Saadjas hinweg und warfen ihn zur Tür hinaus und schlossen das Tor vor ihm. Als er zu seinem