Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1927)
- Date
- 1927-05-01
- Page
- Seite 243 (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Streit zwischen Saadja Gaon usw. 248 endgültig auf Rabbenu Saadja aus Fayum gefallen״. Nissi erwiderte: ״Tue, wie du willst; der allererste, der auf ihn hören und [als Schüler] vor ihm sitzen wird, bin ich. Ich werde der erste sein, der ihn [alsFührer] will.״ Sogleich6 führte man ihn zu Kohen Zedek und die Gelehrten von Pumbedita, und [sie] wählten ihn zum Rektor von Sura. Es dauerte nicht lange, da brach ein Streit aus zwischen dem Exilarchen und R. Saadja. Die [Judenheit des] babylonischen Reiches teilte sich in zwei Parteien. Alle Reichen Babels, die Gelehrten der Hochschulen und die Angesehenen des Ortes traten für Saadja ein, ihm durch ihr Vermögen und ihr Ansehen beim Könige, seinen Fürsten und Ratgebern zu helfen. In Babel lebte ein angesehener Mann, Kaleb ben Sardjadu 7; er hielt zum Exilarchen. Er war sehr reich; aus eigenem Vermögen gab er 60000 Sus aus, um die Absetzung Saadjas zu erwirken. Doch es gelang ihm nicht, da auf Seiten Saadjas die Söhne Netiras8 und alle Reichen Babels standen. Kaleb war auf R. Saadja eifersüchtig. Er war selbst sprachkundig und besass 6) אותה שעת. Hiernach befand sich Saadja damals in Babylonien; 8• aber Eppenstein, Beiträge z. Geschichte u. Lit. im geon. Zeitalter, S. 116. Neubauer hat richtig שרגאדו, Juchasin falchlich שראגדו: Dass das als ש zu lesen ist, sieht man aus der Form סארגאדה bei Saadja ibn Danan in Edelmanns חמדה גנוזה, S. 27, und סרגאדו bei Harkavy, Sichron larischon., Y, 281 u. a., סגרגאדו bei Mann, Jews in Egypt. II, 810• Das ג ist in den arabischen Texten punktiert, also dj. zu lesen. Stein- Schneiders AL § 34 (S. 71) will nach סארגאדה bei Ibn Danan und סרגאדא Neubauer I, 190, Z 2, Sardjada lesen. Malter, Life and works of Saadia, S. 118 und Anm. 240, Sarjada. Da die meisten Stellen am Ende des Namens ו haben, dürfte die Form Sardjadu die beste sein. כלן* כלב בן שרגאדו בן סרצאדו (bei Hark. a. a. O.) ist wohl mit dem späteren Pumbeditanischen Gaon Aharon b. Josef Hakohen (Igg. de R. Scherira ed Lewin, 120), der nach R. Scheriras Angabe ursprünglich Kaufmann war, zu identifizieren. Natan identifiziert am Ende des Berichtes 5בלב בן יוסן mit כלב בן שרגאדו. Ihn Danan a. a. O. nennt als Nachfolger des Pumbeditanischen Gaon Chananja (R. Scherira’s Vaters) רב אהרן הכהן אבן סארגאדח. Die Identifizierung ist allgemein anerkannt. Halevy Dor. Har. III 275 ff erhebt allerdings Bedenken gegen die Identifizierung; s. a. dagegen Ginsberg, Geonica 1,61, Anm. 1. *) Ygl. zur Familie Netira den Aufsatz Harkavy’s in Berliner Fest- Schrift, hebr. Abt., S. 84 ff.