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Jeschurun · 1927-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1927) · p. Seite 242

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1927)
Date
1927-05-01
Page
Seite 242 (sequence 36)
Language
German
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242 Der Streit zwischen Saadja Gaon usw. teil des Geschichtsschreibers hat dieses zu gelten. So sei es Aufgabe folgender Ausführungen, auch dem Tielgeschmähten Exilarchen David ben Sakkai Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. II. Die Quellen für den Streit. 1. Die Hauptquelle für den Streit zwischen Saadja und David ben Sakkai ist die Erzählung des R. Natan Hababli, die uns Samuel Schulam in seiner Bearbeitung des Sefer Juchasin 2 und Neubauer im Seder Hachachamim3 überlieferten. Natan erzählt: Als der Rektor der Hochschule von Sura starb 3a und sie verwaist blieb, da beriet sich der Exilarch darüber, wen er als Leiter einsetzen solle. Er dachte an Eabbenu Saadja aus Fayum und an Zemach ben Schehin; denn dieser war von vornehmer Abkunft und besass auch Wissen. Der Exilarch forderte [zuerst] Nissi Neharwani4 auf, das Rektorat der Hochschule zu übernehmen. Doch antwortete er, es sei nicht gut, dass der Leiter der Hochschule, der das ״Licht der Welt“ genannt werde, ein Blinder sei. Darauf fragte ihn der Exilarch: ״was meinst du in dieser Sache?״ Er antwortete: ״was du willst, tue.״ Da teilte ihm der Exilarch mit, was er zu tun gedenke, dass er zwischen Rabbenu Saadja und Zemach ben Schehin schwanke. Nissi erwiderte, er solle Zemach ben Schehin einsetzen und nicht R. Saadja. Wohl sei dieser ein grosser Mann und besitze hervorragendes Wissen, aber er scheue vor niemandem in der Welt zurück und sei gegen keinen Menschen in der Welt entgegenkommend. Es sei dieses die Folge seiner grossen Klugheit, seiner begeisterten Redefähigkeit, seiner wortreichen Ausdrucks weise5 und seiner Sündenscheu. Der Exilarch sagte: ״Meine Wahl ist 2) ed. Krakau 1680, S. 121a—121b, Königsberg ed. 1858, S. 119b—121a. s) Oxford 1895, II, S. 80—82. 8 a) Gemeint ist der zum Titulargaon bestimmte Fumbeditaner Gelehrte R. Natan, vgl. Iggeret de R, Scherira, ed Lewin, S. 116. 4) so richtig bei Neubauer נהר ואני; Juchasin hat בתוראני. 5) אינו מתירא מאדם בעולם ואיבו מסביר פנים לשום אדם בעילם מפני רוב חכמתו ורוח בפיו ואריכות לשונו ויראת הטאו.

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