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Jeschurun · 1927-03-01 · Heft 3-4 (März 1927) · p. Seite 203

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 3-4 (März 1927)
Date
1927-03-01
Page
Seite 203 (sequence 101)
Language
German
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Note zu Pessimismus usw. 203 erst in Jawne nach der Einsetzung des Eabbi Eleasar ben Asaria erfolgt sein kann. ״Vergl. Jeraschalmi Berachoth 1,4 יצתח בת קול אלו ואלו דברי אלוק׳ חיים אבל הלכה בדברי סח איבן יצתה ב״ק רב ביבי אמר בשם ר׳ יוחני ביבנה יצתה ב"ק Das ergiebt sich auch ganz klar aus der Mischnah in Berachoth: אמרו לו לר׳ מרפון כדי היית לחוב על עצמך שעברת על דברי ב״ה; es war Eabbi Tarphon Schüler Schammais, warum sollte er sich nicht nach der Meinung seiner Lehrer richten? Aber weil am Tage der Absetzung des Babb&n Gamliel II תנא עדיות בו ביום נשנית ולא היתה הלכה שהיתה תלויה בבית המדרש שלא פירשוה (ברב׳ סח:) alle Zweifebfragen erledigt wurden und zwar wie die Tossephta zu Edujoth I 1 ausführt: נתחיל מהלל ומשמאי anfangend bei den drei Streitpunkten von HilleI and Schammai selbst und dann die strittigen Fragen der Schulen von dem (תנור עכנאי שעליו רבו מחלוקת בישראל (שם בסרק שני an, so dürfte nachher Eabbi Tarphon nicht mehr gegen die Qillelitische Ansicht handeln. Jawitz selbst schreibt: הנה ידענו כי ר׳ יוחנן בן זכאי ור׳ צדוק, ר׳ אליעזר ור׳ יהושע, ר׳ מרפון ור׳ עקיבא הזונות האלה היו אחד מהס מסש ואחד מבית הלל. Die Teilung der Schulen dauerte also an. Akiba aber und seine Genossen standen sich in der Frage der Anerkennung Bar Kochbas diametral gegenüber (Jer. Taanith IV, 5). So dürfte es wohl berechtigt sein, die wahrscheinlich ältere Problemstellung der Boraitha, die bis auf herodianische Zeiten zurückgehen mag, als besonders aktuell in den Bar-Kochbatagen und dann durch die jüdische Niederlage zu letzter Entscheidung gekommen zu betrachten. (Vgl. ferner Jebamoth 16 a, dass in Eabbi Akiaas und Eleasar ben Asarias Tagen die Frage von צרת הבת entschieden wurde; ferner Jerosch. Chagiga II, 2 wo auf den Streit der Schulen es heisst: משרבו תלמידי ב״ש ותלמידי ב״ה ולא שמשו את רביהן בל צרכן רבו המחלוקת בישראל ונעשו לשתי בתות אלו מטמאין ואלו מטתרין ועוד אינה עתידה לחזור עדשיבא בן דוד). Die bekannte Deutung unserer Stelle im מהרש״א am Ende von Makoth leuchtet nicht ein. Denn wenn nach der Zahl der Gebote und Verbote beurteilt werden soll, ob der Mensch mehr Möglichkeit zu sittlicher Auszeichnung oder mehr Versuchungen zu moralischer Niederlage hat, so kann darüber ja keinen Augenblick ein Zweifel sein; die grössere Zahl entscheidet eben. Aber der Grundgedanke selbst erscheint uns unhaltbar. Denn das Wort ישב ולא עבר עברה נותנין לו שכר כאלו עושה מצות (קדושין ל/,מ:) beweist, dass auch das Verbot Gelegenheit zu sittlicher Tat und religiösem Verdienst, daher eine Verberrlichung Gottes, einen Sieg über das Irdische und Materielle bedeutet. Von solchem Gesichtspunkte kann der Wert der Menschheit und ihre Würde nie bezweifelt werden und umstritten sein. J. C.

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