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Jeschurun · 1927-03-01 · Heft 3-4 (März 1927) · p. Seite 187

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 3-4 (März 1927)
Date
1927-03-01
Page
Seite 187 (sequence 85)
Language
German
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R. David Kohen usw. 187 Nähe der Synagoge sei. Rec. § 1 besagt לקבוע מדרש לפרושים המקבלים עליהם עול תורה אצל בית הכנסת, Rec. B. § 1 לקנות בה״מ אצל בה״ב לחבר שתיהם יחד לכו׳, d. h. das Lehrhaus musste neben der Synagoge stehen. Das war in Padua der Fall. Capsali sagt nämlich9): ״Nach dem Morgengebete ging der Rabbiner mit seinen Studenten, die bei ihm wohnten, wie wir bereits früher beschrieben haben, in ein kleines Haus, das im Hofe der grossen Synagoge in Padua stand, und ״ Jescbibah* benannt worden ist*. Drittens ist zu beachten, dass die Schüler zusammen lebten. Zu Padua im Hause des Rabbiners. Sie hatten ein Haus für sich, wo sie schliefen und assen. Capsali berichtet, dass der Rabbiner verpflichtet war, unentgeltlich zu lehren, jedem Schüler ein Zimmer für sich zu geben. Die Studenten verpflegten sich selbst, hielten aber ihre Mahlzeiten gemeinsam ab, an einem und demselben Tisch, wo sie debattierten, ״und ihr Tisch war wie ein Tisch vor Gott“. Vergleichen wir nun damit die Gesetze. Hec. A. § 3 besagt, dass die Schüler 7 Jahre im Hause verbleiben sollen, dort sollen sie essen, trinken und schlafen und .״im Midrasch kein eitles Geschwätz treiben“. Rec. B. verbietet den Lehrern in ihren Wohnungen zu unterrichten. Der Unterricht muss im Alumnat (בבתי הפרושים) stattfinden. Viertens ist die Uebereinstimmung im Stundenplan des Tages zu vergleichen und zu beachten. Der erste Vortrag wurde gleich nach dem Morgengottesdienst abgehalten. Nach dem Vortrag wiederholten und lernten die Studenten mit ihrem Lehrern privatim. Nach dem Vesper fand der zweite Vortrag statt. Der erste war der Halacha, d. h. Mischna und Talmud gewidmet, der zweite den Tossafoth. Diese Tageseinteilung stimmt genau mit § 7 der zweiten Rezension überein. Der Lehrer (ראש ישיבה) geht sofort nach dem Morgengebet aus der Synagoge ins Lehrhaus, wo er die Halacha erklärt. Die Schüler repetieren mit ihren Privatlehrern den gelernten Stoff. Dann erscheinen sie wieder vor dem Hauptlehrer. Ebenso wurde es auch in Padua gehalten. 9) I. e. p. 84.

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