Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1927)
- Date
- 1927-03-01
- Page
- Seite 184 (sequence 82)
- Language
- German
- Belongs to
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184 R. David Kohen ס sw. und häuften Spott auf die rabbinische Autorisation. Sie behaupteten, dass es ausserhalb Palästinas keine Semicha gäbe, obwohl dieselbe in ganz Frankreich, Deutschland, Italien und Rumänien (d. h. Byzanz) üblich war. Ferner behaupteten die Spanier, dass die Autorisation eine nichtjüdische Sitte sei. Die Autorisation ist dem Doktortitel ähnlich. Die spanischen Gelehrten, die nach Italien kamen, strebten die Semicha an, um Würden und Stellen zu erlangen. Wir hören ferner, dass die Gemeinden in Korfu bei der Wahl der Rabbiner auf die Autorisation bestehen. Deshalb gab es auch in Korfu Streit mit den Sefardim. Letztere wurden חכמים, erstere רבנים genannt. Die Spanier waren gewöhnt an Rabbiner, die nur eine politische Stellung inne hatten, die anderen hingegen sahen im Rabbiner den Lehrer, den Gelehrten, den Förderer des Studiums und der Wissenschaft (זאיך שיהיה שם הרבנות בדברי תורה ותלמוד הוא יותר ראוי משם הרבנות בעניני המלכות שהרי היו נוהגים בספרד לקרא בשם רב למי שהיה ממונה מן המלך על היהודים ואעפ״י שלא היה בקי בהוראות ודינים ולא זהיר בפרישות ויראת חטא כמו שמפורסם מרב אחד שהיה בקאשטיליא שהוכיח סופו על תחלתו) Für diese Titularrabbiner passt der Name Nagid besser, wie er in Aegypten üblich ist. Die dritte Kritik der Semicha fand es so lächerlich, dass es auch unter den Ordinierten Leute gegeben hat, die grosse Ignoranten waren. Dagegen, sagt David, gibt es ein Mittel. Man darf nur eine Autorisation von einem Lehrhaupt (ראש ישיבה) anerkennen, aber nicht von zweideutigen oder unbekannten Grössen. David rühmt sich, dass er von dem Paduaner Rabbiner Juda Minz die Ordination erhalten habe, der 50 Jahre dort das Lehrhaus leitete. Die Semicha wäre ihm im Alter von 18 Jahren in Neapel, wo sein Vater eine Schule leitete, verliehen worden. Unter seinem Vater wirkten 22 ordinierte Rabbiner. Jehuda b. Jechiel, so sein Name, wollte selbst seinen Sohn nicht ordinieren. Soweit der kurze Auszug aus dem Werke Davids. Wir sehen, dass lange vor Jacob Berab und Ibn Leb die Semichafrage auf der Tagesordnung war und zu vielen Streitigkeiten Anlass gab. Eine Folge dieser Auseinandersetzungen mag es auch gewesen sein, dass die Synode in Ferrara im Jahre 1554