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Jeschurun · 1927-03-01 · Heft 3-4 (März 1927) · p. Seite 182

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 3-4 (März 1927)
Date
1927-03-01
Page
Seite 182 (sequence 80)
Language
German
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182 R. David Kohen usw. war, wie noch später in Italien und im Orient (vgl. D. S. Sassoon Jgaros Paras we Teman p. 3, Sonderabdruck aus Hazofeh, vol. 1926). In Italien gab Ischmael ha-Kohen, noch im Jahre 1804 einen Seder ha-Get la-Arusah, vgl. Catalogue of an important library of Hebraica, London. Sotheby, 1926 p. 28, nr. 261. Interessant erscheint, dass die Juden in Korfu אירוסין und נישואין an verschiedenen Tagen vorzunehmen verboten haben (s. L. Finkeistein, Jewish Selfgovernment in the Middle Ages, New-York, 1924, p. 317). III. Das Responsum Davids Kohens ist an Messer David Leon in Avlona gerichtet. David war der Sohn des Mantuaner Rabbiners und Arztes Jehuda ben Jechiel Messer Leon (s. über ihn Graetz, Geschichte VIII4, 243 f.). Der Vater war ein vielzeitiger und tüchtiger Gelehrter. Er verfasste Schriften philosophischen und theologischen, grammatischen und exegetischen Inhalts, über Medizin und Rhetorik in hebräischer und lateini- «eher Sprache. Der Sohn war ebenfalls Verfasser mehrerer Schriften. Wir kennen ein Werk aus seiner Feder unter dem Titel מגן דוד. Interessante Proben aus diesem wurden von S. Schechter in einer Abhandlung ״Notes sur Messer David Leon tirees de Manuscripts״ veröffentlicht (REJ. XXV, 1892, 118—138). Jehuda erlaubte dem 18. jährigen Sohne nicht die Beschäftigung mit der Kabbala. Dieser schon damals mystischen Einflüssen zugänglich, studierte deshalb die ״geheimen und wunderbaren“ Bücher im Verborgenen (s. ebd. p. 121). Andere Werke Davids sind מגדל דוד ,מנורת זהב und ein Kommentar zu Moses Coucys Sepher Mizwoth Hagadol (s. ebd. p. 125). Wie der Vater mit seinem Zeitgenossen Josef Kolon und anderen Gelehrten in Fehde stand, so hatte auch der Sohn literarische Kämpfe zu führen (vgl. ספר דברי ריבות בשערים, ed. D. Fränkel, Husiatyn 1902). David verliess seine italienische Heimat und wanderte nach Saloniki aus, wo er als מרביץ תורה wirkte. Von dort wurde er nach Avlona berufen als geistiger Führer aller Gemeinden. Seine Besoldung wurde mit 70 Gulden (פרחים) festgesetzt. Er wurde auch nach Aegypten berufen, gab aber dem

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