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Jeschurun · 1927-03-01 · Heft 3-4 (März 1927) · p. Seite 181

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 3-4 (März 1927)
Date
1927-03-01
Page
Seite 181 (sequence 79)
Language
German
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R. David Kohen usw. 181 der in Larta geschrieben wurde, hatte vier Fehler. Erstens das Wort רגילנא mit einem ה. Zweitens לבריאת עלמא ebenfalls mit ה. Das Wort אנתתי fehlt gänzlich und viertens statt קרנניא, wie üblich, schrieb der Sofer den modernen Namen ארטא. David Kohen erklärt den Scheidebrief für gütig (nr. 4). Ein Marrano kam nach Larta und wurde am Wege von Räubern umgebracht. Der Sohn fragt, ob er verpflichtet ist für den Vater das Kaddischgebet zu verrichten (nr. 11). Aus der vorhergehenden Antwort entnehmen wir, dass es auch in Frankreich viele Scheinchristen gegeben hat. Interessant sind die Worte Davids: ויש בידם למלט נפשם ולברוח מתחת •ידו של המלך הרשע ולבא תחת ממשלתו של אדונינו המלך יחד, ויגדל ממשלתו. Eine recht wichtige Frage wird in nr. 14 behandelt: Das Tanzen der beiden Geschlechter. Diese Gepflogenheit führte zur Unsittlichkeit. Die drei Gemeinden verordneten, dass nur Mann und Frau, Vater und Tochter, Bruder und Schwester zusammen tanzen dürfen. Später löste sich die Union der drei Gemeinden wegen Steuer- Zwistigkeiten auf, und es gab eine ansehnliche Minorität, die auch jene Verordnung hinsichtlich des Tanzens für ungiltig erklären wollte. Eine Frau lebte in Saloniki getrennt von ihrem Manne, der als Scheinchrist in Spanien geblieben war. Der Gatte schrieb nach Saloniki und beauftragte einen Schreiber und zwei Zeugen seiner Frau einen Scheidebrief zu geben (nr. 23). Ferner wird von einer Vertreibung der Juden aus פוליא berichtet. Eine Frau kam aus diesem Lande, Hannah, Tochter des R. Sabbatai aus שטרונולו und verheiratete sich in Korfu. Später verbreitete sich die Nachricht, dass die Frau bereits früher verheiratet gewesen. Eine Nachforschung ergab, dass sie eine Scheinehe mit einem Marannen aus קיטרון eingegangen war. Der Bräutigam verliess sie, als die Emigranten das Schiff bestiegen, um nach der Türkei zu ziehen (nr. 24). שטרוגולו wird wohl mit dem Ortsnamen in einer Hs. שתרוגילו identisch sein. David b. Salomo Jeruschalmi schrieb um 1430 eine Hs. für Elijahu ben Josef שתרוגילו (Isr. Letterbode VIII, 37). Aus nr. 25 lernen wir, dass die Sitte von גט מארוסה unter den Juden auf Korfu wohl bekannt

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