Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1927)
- Date
- 1927-03-01
- Page
- Seite 174 (sequence 72)
- Language
- German
- Belongs to
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174 R. David Kohen usw. wieder zu beseitigen, 5a in der Form ״Glück hat er auf seinen Wegen allezeit“ hinzu. Doch auch inbezug auf diese dritte Untersuchung werde ich mich hier damit begnügen, die ersten zehn Psalmen durchforscht zu haben.1) Denn schon aus den hier neu gegebenen Materialien tritt deutlich die Tatsache zutage, dass die jetzt weithin herrschenden Ansichten über das ״Metrum“ und einige andere fragliche Eigenschaften der althebräischen Poesie2) zu verhängnisvollen Mitteln der Textkritik gemacht werden. Demgegenüber hoffe ich, dass die von mir — unter teilweiser Zusammenstimmung mit Budde — nachgewiesene ideelle Freiheit des Rhythmus der althebräischen Dichtung immermehr anerkannt werde und dazu dienen wird, diese neuesten Quellen der Textänderung zu verstopfen. R. David Kohen und das Rabbinerwesen in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts. Von Prof. Dr. A. Marmorstein (London). I. Eine der wichtigsten Fragen der Gegenwart ist die Gestaltung des Rabbinerwesens in der Neuzeit und die Verbesserung und Entwicklung des Rabbinats für die Zukunft des Judentums. Die Erhaltung der jüdischen Religion und des jüdischen Lebens sind vom Rabbinerstande abhängig. Eine materialistische Ge- Schichtsauffassung mag den Gedanken verfechten, dass Wirtschaftliehe und soziale Verhältnisse die bewegenden Kräfte jeder Zeit bilden. In Wahrheit ist es die geistige Macht, die religiöse Struktur. Sie allein geben ihr den Halt. Wir müssen uns zu diesem Zwecke die Frage vorlegen: ״Was muss der Rabbiner sein, oder was soll er nicht sein?“ Soll er salbungsvoller *) Mein Kommentar verfolgt die Sache ja bis Ps. 160. 2) Ueber den Rhythmus der n e u hebräischen Dichtungen 8. in m. Komm., S. 16!