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Jeschurun · 1927-03-01 · Heft 3-4 (März 1927) · p. Seite 173

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 3-4 (März 1927)
Date
1927-03-01
Page
Seite 173 (sequence 71)
Language
German
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״Metrum“ als Mittel der Textkritik usw. 173 kommen? Nun der überlieferte Text bietet abermals ein Tristicbon. Das soll als Rechtstitel dafür genügen, dass erstens die vorhergehende Zeile zu ״Mache meinen Weg vor dir eben!“ umgewandelt werde. Dabei beruft man sich freilich auf die LXX. Aber anstatt dieser den Originalwortlaut zuschreiben zu können, ist es ein viel näher liegendes Urteil, dass der Hellenist, wie er oftmals tut1), die dunkel erscheinende Aussage des MT ״Lass deinen Weg vor mir eben sein!“2) in die leichtere Aussage ״Mache meinen Weg vor dir eben!“ aufgehellt hat. Zweitens hat das Tristichon, nachdem die vorhergehende Zeile umgeändert war, weiter noch dazu verlockt, eine vierte Zeile ״um meiner Auflaurer willen״ ohne jede textgeschichtliche Grundlage neu hinzuzudichten. — In 6, 7 begegnet abermals ein Dreizeiler: ״Habe mich in meinem Seufzen abgemüht usw.״ Obgleich dieses Tristich ganz ebenso in der LXX vorliegt, wird doch bei Bertholet3) behauptet, dass das Metrum eine Ergänzung verlange. Aber nach der oben von mir gegebenen Erörterung ist es unberechtigt, dass er die Zeile ״und finde meine Ruhe nicht״ hinzu dichtet, oder dass Gunkel soundsoviele Striche als Zeichen der angeblichen Lückenhaftigkeit des Textes hat drucken lassen. — Um das Tristich 7, 7 zu beseitigen, nimmt Gunkel 9a hinzu4). — Nachdem er bei 10,4 ״Der Frevler meint (Stil. 191) hochmutsgemäss: ״Sein Zorn wird nicht danach fragen; ״es gibt keinen Gott״ ist der Inhalt aller seiner Gedanken״ unrichtig aus ״Alle seine Ränke״ den Anfang einer Zeile gemacht und so ein Tristich zuwegegebracht hatte, nimmt er, um dasselbe ג) Man vergesse nicht die Aenderang der ״Strausse“ (Jes.13, 21) in ״Sirenen‘11 2) Der Weg Gottes ist da der von ihm gelenkte Gang der Geschichte. Von diesem möge Gott den des Dichters Zukunft betreffenden Teil eben oder leicht gangbar machen. Alle andern Deutungen der Stelle sind in meinem Kommentar beurteilt. s) der in ״Kautzsch, Heüige Schrift Alten Testaments,“ 4. Aufl. (1922) die Psalmen bearbeitet hat. 4) überdies in der textändemden Form ״J..ve, richte die Völker!“

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