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Jeschurun · 1927-03-01 · Heft 3-4 (März 1927) · p. Seite 169

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 3-4 (März 1927)
Date
1927-03-01
Page
Seite 169 (sequence 67)
Language
German
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״Metrum“ als Mittel der Textkritik usw. 169 von diesen beiden Einschaltungen die LXX keine Spur aufweist. — Ferner begegnen wir demselben Verfahren wieder bei 8,3, der nach Gunkel ״verderbt ist, denn die überlieferten Worte wären nur als Fünfer zu lesen, was nach dem übrigen Gedichte unmöglich ist“. ״Der Text muss, wie das Versmass zeigt, überfüllt sein“. ״Man lese יסרת עז und entferne דבקים, als j Glosse!“1). Sodann wird auch ״um deiner Gegner willen“ als ״nach dem Versmass überschiessend“ hingestellt, damit für 8,3 die Hebungszahlen 4+3 ermöglicht werden. Aus demselben Gesichtspunkte wird wird zu 10, 3ab auf S. 37 bemerkt: ״Bedenklich bleibt der Doppeldreier unter den sonstigen Versen, die fast immer Achter und Siebener sind“. Endlich auch bei 10, 8 ab ist das Urteil ״Das Versmass (Doppeldreier) fällt auf“ nur aus ebenderselben unbegründeten Voraussetzung hergeflossen, dass für ein althebräisches Gedicht die absolute oder relative Notwendigkeit eines ״glatten Metrum“ bestehe. 3. Mit den bisher erörterten Fragen berührt sich die nach der Richtigkeit der Tristicha so direkt, dass ich auch dieses Problem und seine Wichtigkeit für die Textkritik noch mit behandeln muss. Diese Frage ist ja noch weniger erörtert worden. Aber einer hat sie bestimmt lösen zu können gemeint. H. Torczyner2) urteilt darüber: ״Aus dem Parallelismus allein folgt, dass jeder Halbvers seine parallele Entsprechung haben musste; dreiteilige Verse, worin nur zwei Glieder durch den Parallelismus zusammengeschlossen werden, bezeugen darum immer einen Textschaden. Dieser konnte daselbst denn auch gewöhnlich noch aus anderen Gründen nach gewiesen werden“. Was ist darüber zu urteilen? Nun während die meisten Neueren diese Frage gar nicht behandeln und Duhm in seinem Psalmenkommentare (1922), 1) ln diesem Ausdruck steckt wieder ein unbegründetes modernes Fiindlein, als wenn die alten Textüberlieferer mit ״und“ leicht eine Glosse hinzugefügt hätten. Hier in 8,3 verkennt diese Aufstellung hauptsächlich auch, dass in וינקים eine Steigerung ״und sogar Säuglinge“ liegt, die mit der darauffolgenden Klimax ״Feind und sogar Rachgierigen“ (vgl. hierüber meinen Komm.) parallel läuft. 2) Harry Torczyner, Das Buch Hiob. Eine kritische Analyse des überlieferten Hiobtextes (1920), S. IV f

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