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Jeschurun · 1927-03-01 · Heft 3-4 (März 1927) · p. Seite 168

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 3-4 (März 1927)
Date
1927-03-01
Page
Seite 168 (sequence 66)
Language
German
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168 ״Metrum“ als Mittel der Textkritik usw. auch diese Frage uns durch zweifellose Tatsachen beantworten! Dabei seien die Beispiele aus zwei Dichtungen gewählt, die auch im hebräischen Schrifttum stichometrisch oder mit abgesetzten Zeilen geschrieben bzw. gedruckt sind. Da finden wir zunächst im ״Meerliede2) ״. Mos. 15, 1b ff.), dass die Stichen laaß vier und vier Hebungen, aber 2 b cf ß nur zwei und drei Hebungen enthalten. Sodann im Schwanengesang Moses (5. Mos. 32, 1—43) herrschen die Zeilen mit je drei Hebungen, aber mindestens 10 b a und 16 a haben nur zwei Hebungen. Jedenfalls hätte auch derjenige, der nach der Behauptung mancher Neueren 1. Mos. 49, 7 b später hinzugefügt hat, von der Notwendigkeit eines ״glatten Metrums“ keine Ahnung gehabt. Denn hinter Stichen mit drei und zwei Hebungen hätte er solche mit nur je zwei eingeschaltet. Sehen wir nun zu, ob auch diese Theorie vom durchgehenden ״glatten Metrum“ z. B. eines Psalms, bei ihren Vertretern zu einem Hilfsmittel der Textkritik gemacht wird! Nun um ״glattes Metrum“, lauter Stichen mit je drei und zwei Hebungen herzustellen, wird bei Gunkel Ps. 5, 4a neu gedichtet, nämlich ״Zu dir flehe ich in der Frühe“. Ueber diese Neuschöpfung sagt er; 3c 4a gehören zusammen; man lese אתפלל, streiche י׳ und nehme בקר zum Vorhergehenden!“ Also man hört kein Wort der Begründung. Sie soll eben in der Voraussetzung ״Das Versmass (Doppelfünfer) erlaubt ziemlich sichere Wiederherstellung des Textes“ (S. 19) liegen. Bei dieser ״Wiederherstellung“ ist übrigens auch die im überlieferten Texte vorliegende Anaphora ״schon am Morgen“ (4 ab) vernachlässigt worden. Zu demselben unrichtigen Zweck, in Ps. 5 das ״glatte Metrum“ 3 + 2 herzustellen, schafft Gunkel auch einen neuen Stichos 4 d ״und spähe nach dir aus“. Er schaltet also אליך ein, obgleich dies hinter dem vorhergehenden ״dir“ überflüssig ist, wie es auch weder in der LXX (xa! 87c6604uat, Vulg.: et videbo) noch in der Peschita steht, die nur das eine ״dir“ hinter das zwreite Zeitwort gestellt hat. Des glatten Metrums wegen sagt er, bei 5, 12 fehle ein Versfuss, und setzt deshalb תמיד, wie in V. 13 a י׳ בשלום ein, obgleich auch

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