Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1927)
- Date
- 1927-03-01
- Page
- Seite 166 (sequence 64)
- Language
- German
- Belongs to
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166 ״Metrum“ als Mittel der Textkritik usw. Also die mechanische Auffassung des Rhythmus führt hier erstens zu der 80 unnatürlichen Ausdrucksweise ״ans Wasser״, ganz abgesehen von dem unsinnigen מ verpflanzt״, und zweitens zur Weglassung des so wichtigen Textmomentes ״zu seiner Zelt״, d. h. zur normalen Zeit. Er lässt sie nicht schon vorher wegen Wassermangel abfallen. — Dann bei 2, 8 heisst es (S. 11): "״ מפניvon mir״ überlädt den Vers, richtige Erklärung״, und es wird deshalb weggestrichen. Bei Beachtung des wahren Wesens des Rhythmus der althebräiscfaen Poesie kann von dieser ״Ueberladung״ gar keine Rede sein. — 9 ,4״b ist überfüllt; man streiche י׳ oder besser ״לבדד! Dadurch meint man in 9a und b je vier Hebungen hersteilen zu müssen. Aber das Parallelgeben von vier und fünf Hebungen besitzt nachgewiesenermassen viele Analogien. Also ist das wichtige Textmoment ״allein״ (vgl. 5. Mos. 82, 12: Der Ewige allein wird uns leiten) nicht wegzustreicheD. — In einem neu hergestellten Stichos 5, 4a ״Denn zu dir flehe ich in der Frühe״ ist י׳ getilgt worden, damit drei Hebungen entstehen. — In 6, llab wird ״3 || 3״ hergestellt, indem 11b trotz des ,Athnäch mit ״Alle meine Feinde“ begonnen, und יבשו weggelassen wird. Dabei ist auch die Ploke1) übersehen worden, die von dem jeboschü am Anfang von 11a und dem jebosehü am Ende von 11b gebildet wird.— Bei 7,18b lesen wir: י,״ nach demVersmass Zusatz“ (S. 27). Die grundlose Voraussetzung ist dabei, dass drei und drei Hebungen in 18ab einander entsprechen müssten. Und doch lässt er selbst in V. 10 f. drei und zwei und in V. 16 drei und vier Hebungen einander parallelgehen. Also welche Unklarheit! — In 8,2 bemerkt Gunkel (S. 29) gegenüber anderen: ״Gegen alle diese Versuche spricht das Versmass, wonach בכל״הארץ mit dem Folgenden zusammen einen Vierer bilden muss“. Deshalb hat er für 8,2a b diesen Wortlaut gedichtet: ״J..ve, unser Herr, wie herrlich ist dein Name, 2 b auf der Erde deine Herrlichkeit, deine Pracht am Himmel!“ Aber wie tautologisch ist ״Wie herrlich ist auf der Erde deine Herrlichkeit“, und wieviel 9 die in meiner Stilistik, S. 800 komparativ beleuchtet wird.