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Jeschurun · 1927-03-01 · Heft 3-4 (März 1927) · p. Seite 156

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 3-4 (März 1927)
Date
1927-03-01
Page
Seite 156 (sequence 54)
Language
German
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156 Die jüdische Geschichtsschreibung usw. Vater, der Exilsfürst Huna, seinen Schwiegervater, den gelehrten Resch Metibta R. Chanina, schwer gekränkt. Zur Strafe hierfür raffte eine Seuche das ganze Fürstenhaus in einer einzigen Nacht dahin, mit Ausnahme des noch ungeborenen Sohnes der Tochter des R. Chanina. In derselben Nacht träumte der Resch Metibta, er habe in einem Garten alle Zedern gefällt bis auf ein ganz kleines Bäumchen. Als er auch gegen dies die Axt erhob, sei ihm König David erschienen und habe ihn zu Boden geworfen. Vom Traume erwacht, habe R. Chanina erfahren, dass das ganze Fürstenhaus ausgestorben sei. Nur seine Tochter sei übrig geblieben und erwarte ein Kind. Als dann Mar Sutra zur Welt kam, wurde er sorgsam erzogen und zum Gelehrten herangebildet. Ein Verwandter des scheinbar ausgestorbenen Davidshauses erkaufte beim Perserkönig die Exilarchenwürde. Als Mar Sutra aber 15 Jahre alt war, erreichte sein Grossvater, dass ihm, dem Davidssprossen, die Würde seiner Ahnen übertragen wurde. Der Usurpator wurde durch ein Insekt getötet, das ihm durch die Nase in das Gehirn gedrungen war. — Eine gewisse Verbindung zwischen diesem Teile der Mar Sutra- Geschichte und der Bostanaisage ist trotz mancher Abweichungen nicht von der Hand zu weisen. Doch ist es durchaus nicht sicher, dass die Bostanaisage in den Seder Olam sutta übernommen wurde19), wenn auch die Erzählung des Traumes, zu der ja der Name ״Bostanai“ (Gartenspross) passt, wohl eine Entlehnung ist. — Seder Olam sutta erzählt dann weiter vom Aufstande des jungen Mar Sutra gegen die Perser, von seiner siebenjährigen Unabhängigkeit und seinem tragischen Tode. Am Todestage wird sein Sohn Mar Sutra III. geboren, der nach Palästina auswandert und dort Vorsitzender des Sanhedrin wird. Es folgt nun die Aufzählung von 6 weiteren Generationen20) Bab Huna bar Kahana sein Bruder Mar Sutra (I) folgte. Das muss ja auch nach unserem, an dieser Stelle lückenhaften Texten angenommen werden. 19) wie Grätz Y. und Lazaras, S. 24, glauben; siehe dagegen Tykozinski, דביר S. 172. 20) bei Zakuto, S. 93 b und Neubauer, Sed. Hach. II, S. 76 sind es 9 Generationen

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