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Jeschurun · 1927-03-01 · Heft 3-4 (März 1927) · p. Seite 155

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 3-4 (März 1927)
Date
1927-03-01
Page
Seite 155 (sequence 53)
Language
German
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Die jüdische Geschichtsschreibung usw. 155 gedrückt werden, dass er durch die Gelehrten zum Exilarchen eingesetzt wurde und nicht durch den nichtjüdischen Herrscher. Von Serubabel wird erzählt, dass er nach Babylonien zurückkehrte. Bei einigen Fürsten wird als Besonderheit bemerkt, dass sie in Palästina beerdigt wurden. Als Sitz des Exilarcharts gilt also Babylonien. Aus der Geschichte des zweiten Tempels werden nur wenige Daten gegeben. Auch die Zerstörung des Tempels und der Betarkrieg werden nur kurz erwähnt. Die fortlaufend weiter gehende Kette der Exilarchen von Serubabel bis Anan oder — richtiger nach der Pariser Handschrift16) — Huna, als dessen Gelehrter Samuel — bezw. Rab und Samuel — angegeben werden, lässt sich die Zeit der einzelnen Fürsten nicht genau bestimmen17). Auch ist eine Nachprüfung der Namen kaum möglich. Seit etwa dem Ende des zweiten Jahrhunderts haben die meisten Exilarchen ״ihre“ Gelehrten, unter denen sich die Namen vieler bekannter Amoraim finden. Rab Aschi ist nicht als Gelehrter des Exilarchen genannt. Vielleicht, weil sein zeitgenössischer Exilsfürst sich ihm unterordnete18), er also unmöglich als ihm unterstehender Gelehrter bezeichnet werden konnte. Die ziemlich trockene Aufzählung geht bis zum Exilarchen Rab Huna bar Rab Kahana. Dann beginnt die einzige grössere Erzählung des Seder Olam sutta, die Lebensgeschichte des Exilarchen Mar Sutra II.18a>. Vor seiner Geburt hatte sein 16) Lazarus a. a. O., S. 168/164. Unsere Ausgaben haben ורב שמאל חכם של. Der hier dem Amora Samuel gegebene Titel רב ist verdächtig. Die Lesart ורב ושמאל חכמים שלו der Pariser Handschrift und bei Zakuto, S. 92 b, ist unbedingt vorzuziehen. 17) Huna (Anan) überlebte den Mar Samuel, da noch za seiner Zeit Nehardea zerstört wurde (i. J. 259; vgl. R. Scherira ed. Levin, S. 82). 18) Vgl. R. Scherira S. 91. Vielleicht ist der hier genannte Exilarch Huna bar Natan identisch mit dem in der Pariser Handschrift (Lazarus, S. 165) als Sohn seines Vorgängers Mar Kahana bezeichneten Rab Huna. Er kann natürlich nicht identisch sein mit dem Exüarchen Rab Huna, der im Jahre 508, also 81 Jahre nach Rab Aschi, starb (Scherira S. 98). 18 a) Die Zählung Mar Sutra II für Mar S. bar Rab Huna und damit Mar Sutra III für seinen nach Palästina ausgewanderten Sohn folgt dem Texte der Pariser Handschrift (Lazarus 166,1), mit der auch Neubauer, Sed. Hach. II 76 und Zakuto, S. 93 a, übereinstimmen, dass auf den Exilarchen

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