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Jeschurun · 1927-03-01 · Heft 3-4 (März 1927) · p. Seite 145

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 3-4 (März 1927)
Date
1927-03-01
Page
Seite 145 (sequence 43)
Language
German
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Ein verkanntes Wort im Jeruschalmi 145 usw. ausgedrückt; doch gibt es für חפר die Variante נוי; ersteres Bedeckung, Kopfbedeckung ist spezieller als letzteres Schmuck, jenes ist also an dieser Stelle vorzuziehen. Merken wir uns, dass hier כבול, offenbar aus guter Sachkenntnis heraus, mit שבכה in Zusammenhang gebracht wird; es ist den Worten zu entnehmen, dass das כבול ein Haarband war, das unter dem Haarnetz getragen wurde: Nach dem Wortlaut durch Toseftha wurde es einfach unter dem Haare getragen. Dies werden wir gleich für den Jeruschalmi brauchen. Jeruschalmi zu M. Sabb. z. St. (Folio 7 d Z. 34) hat zu בבול bloss ein Wort der Erklärung: סבוסה (so in ed. Venedig, während ed. Krotoschin טבוסה hat, offenbar weil das erste ס in פבוסה dem Drucker gebrochen erschien, und dabei hat ed. Krotoschin noch den Fehler, dass sie für den Trennungspunkt, wie in Jerusch, allwärts üblich, ein Jod hat, also: לא בכבולי טבוסה, was ganz unsinnig ist; in ed. Zitomir z. B. ist dieses Jod schon nicht vorhanden.) Es sei hinzugefügt, dass die Worte des R. Simeon b. Eleazar hier nicht wörtlich, sondern dem Sinne nach gebracht werden: ״ דבר שהוא טמון מותרetwas was versteckt ist, ist erlaubt״, was nicht anderes ist als das im Babli gebrauchte למטח מן השבכה oder Tos. למטה משערה. Der Jeruschalmi bringt noch übrigens, dass Rabbi ebenfalls gelehrt hatte: דבר שהוא טמון מותר. Obzwar es fast keinem Zweifel unterliegt, dass טבוסה nur Druckfehler ist, bringen alle unsere Lexikographen (Levy, Kohut> Jastrow) dieses Wort; es kommt ihnen erwünscht, dass סבי משה z. St. סבוסה liest, das sie freilich ebensowenig erklären können wie מכוסה (für dieses hat P. Smolenski bei Kohut IV, 11 in seiner Not דפוסה מסוסה vorgeschlagen!). Nur Kohut hat das Richtige gesehen: er emendiert שביסה, was aber nach ed. Venedig gar nicht nötig ist, denn hier steht ja סבוסה, was nichts anderes ist als סביסה (mit Jod) שביסה (mit Schin). Der Jeruschalmi hat die Gepflogenheit, schwierige Ausdrücke der Miscbna und auch der Bibel mit entsprechenden aramäischen Worten zu erklären; aramäisch — weil dies damals gangbar war. Dieser Vorgang ist im Jerusch, (übrigens auch

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