Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1927)
- Date
- 1927-03-01
- Page
- Seite 142 (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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fSä₪mmam₪a₪₪₪₪aa₪₪₪₪₪₪₪₪amB₪M₪a₪a₪₪m 142 Das Karäertmn Anan, so nähert er sich ihnen wieder dadurch, dass er von ihnen verschiedene Regeln übernimmt und sich nicht mit* ihren Terminis und ihrer Darstellungsform begnügt, sondern auch ihre Argumentation benützt. An einer Stelle sagt er: ״Für jedes Gesetz habe ich in der Heiligen Schrift einen Grund nachgewiesen, doch habe ich auch andere Gesetze angeschlossen, die von den ßabbaniten eingeführt wurden und auf die sich kein Hinweis in der Heiligen Schrift findet. Wenn ihr wollt, könnt Ihr auch sie befolgen“. Wollte er also nicht allzuviel bei den ßabbaniten entlehnen, um die Sache des Karäertums nicht blosszustellen, so finden wir bei ihm doch keinen tendenziösen Antagonismus. Er gibt sogar seinen Glaubensgenossen den ßat, sich in Fällen, über die die Bibel keinen Aufschluss gibt, zur Entscheidung ihrer Zweifel nach den Anschauungen der ßabbaniten zu richten. Eine der für seine Zeit originellsten Auschauungen Nahawendis war die Behauptung, Gott habe einen Engel geschaffen und erst dieser die materielle Welt gebildet, wie er sie auch ohne die Beteiligung des ursprünglichen Schöpfers leite. Diese Theorie entlehnte er Philo aus Alexandrien, der bekanntlich die Lehre vom Logos als dem ersten Engel und Mittler zwischen Gott und der Materie aufgestellt hatte. Benjamins Theorie hat ebenso wie die Philos das Ziel, alle Erzählungen von Gott und Schilderungen seiner Eigenschäften von den Antropomorphismen zu reinigen. Möglicherweise waren Philos Anschauungen in Babylonien und Persien in orientalischen Uebersetzungen bekannt. Vielleicht waren sie in einer Sekte namens ״Magaria“ (Höhlenbewohner) herrschend, die auch an dieser Lehre festhielt. Von ihnen sagt Earkasani, dass sie im Gegensatz zu den Sadduzäern die Körperlichkeit Gottes verneinen und die Gott in der Heiligen Schrift zugeschriebenen Eigenschaften und Handlungen auf einen Engel übertragen, der ihrer Ansicht nach auch die Welt geschaffen hat. Der arabische Autor Schahrastani berichtet: ״Ein Teil der ״Al-Macariba“ glaubt, dass Gott zu den Propheten durch Vermittlung eines Engels spricht, den er auserwählt und vor allen anderen Geschöpfen ausgezeichnet und über sie gestellt hat. Diese Al-Macariba glauben, dass alle Beschreibungen im Pentateuch und in der übrigen heiligen Schrift sich eigentlich auf diesen Engel beziehen usw.“ Karkasani bringt der heiligen Schrift