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Jeschurun · 1927-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1927) · p. Seite 99

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1927)
Date
1927-01-01
Page
Seite 99 (sequence 103)
Language
German
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B ücherbesprechungen 99 neuschaffend jede Nuance, jede Färbung, jede Eigenheit wiederzugeben, gleich den alten Erklärern Sinn und Hinweis, Deutung und Geheimnis (פרדס) mitklingen zu lassen. Wenn sie z. B. Ex. 1,18 ״ בפרךmit Plackerei“ übersetzen, so haben sie zunächst das ungewöhnliche hebräische mit einem gleichartigen deutschen, aber vielleicht auch die talmudische Auslegung (Sota 11b) בפה רך wiedergeben wollen. Recht gut ist auch das. V. 19 ״ חיותtierlebig“. Das. IV 24,26 entspricht die Uebersetzung ״ חתן דמיםIn Blutstropfen Hochzeiter“ in Wörtlichkeit (der Plural דמים) und in dunkler Mystik dem Urtexte. Das. V, 9 תכבד העבודה recht bildkräftig «wuchte auf den Leuten die Fron״; ebenso das. V. 12 ויפץ העם das Volk schwärmte aus“, 7,11 ״ בלהטיהםmit ihren Raunkünsten“. שבעת ימים übersetzt er stets ״ein Tagsiebent, vgl. Raschi zu Ex 12,15 של ימים (septaine) ״ עודך מסתולל 9,17;שטיינ״אnoch dämmst du dich“; 12,15 ״ אך ביום הראשון תשביתו שאור מבתיכםGenau zum ersten Tage sollt ihr die Gäre aus euren Häusern verabschieden“; 21,14 וכי יזד איש על רעהו להרגו ״ בערמהwenn aber jemand auskocht gegen seinen Genossen, ihn mit List umzubringen“, das. Y. 19 ״ שבתוsein Feiernmüssen“ 22,6 ״ קמהStehkorn“ (es ist ein Wort wie im Hebräischen); das. Y. 26 ״ חנוןein Gönnender“ (חן Gunst); das. Y. 22 ״ אם ענה תענה אות׳Weh, drückst du, drückst du sie“ (gut das Anakoluth wiedergegeben); 25,30 ״ לחם פנים לפניBrot der Innensicht vor mein Angesicht“ (das Wortspiel!); das. V. 40 ״ וראה ועשהso schaue, so baue, (der Reim!); תרומה und תצוה sind mit besonderer Sorgfalt und Genauigkeit übersetzt. R. nennt diese Kapitel (die Schrift und Luther S 86) Zielpunkt des zweiten Buches, Höhepunkt des ganzen Fünfbuchs. ״Wenn etwa der Text immer wieder anhebt, dass ein Zelt des moöd über dem Schrein der eduth Gott sich dem Menschen hiwaöd sein will, so wird das hier Gemeinte nicht deutlich, wenn (Kautzsch) Gott sich im Offenbarungszeit über der Gesetzeslade offenbart, auch nicht, wenn (Luther) er sich in der Stiitshütte über der Lade des Zeugnisses bezeugt. Aber weder von zeugen, noch von stiften, noch von setzen, noch von offeD, noch von bar weiss der Text das Mindeste. Die lexikalisch verzweigten Deutungen helfen hier dem Uebersetzer, wenigstens wenn er an die Bedeutsamkeit des von der Schritt so stark hervorgehobenen Zusammenhangs glaubt, garnichts. Er muss in die Wurzeltiefen hinabsteigen, wo sich ihm dann bei עד bis und עוד noch der sinnliche Sinn der Wortgruppe erschliesst: das räumlich zeitliche Gegenwärtigsein. Nun ״gegenwärtigt sich Gott im Zelte der Gegenwart über dem Schrein der Vergegenwärtigung“ (die Schrift und Luther S. 47/48). Erinnert das nicht an S. R. Hirsch, an dessen tiefschürfende, in die Wortwurzeln hinuntersteigende Interpretation? Wie wurzelgenau ist ״ מסךeine Schirmung“, anstatt des farblosen ״Vorhang“, wie hebt ״Verhäng“ als Uebersetzung von פדבת dieses über den profanen ״Vorhang“. ״ לכהן ליdass er mir priestere“; ״ כרכבUmkragung“; ״ אורים ותמיםDie Lichtenden und Schlichtenden“ seien gleichfalls Beispiele für die nachmalende Sorgfalt der Uebersetzung. Wie bei der anerkannten Sprachgewalt beider Uebersetzer zu

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