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Jeschurun · 1927-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1927) · p. Seite 98

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1927)
Date
1927-01-01
Page
Seite 98 (sequence 102)
Language
German
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98 Biicherbesprechangen Wortsinne nach, diesen Vorwurf enthält. Deshalb hielt ich es für notwendig, die m. E. objektiv vorliegende Beschuldigung zurückzuweisen. Wenn ich auch bedauere, dass Herr Prof. Dubnow sich der Ansicht Prof Berliners ז״ל nicht anschliesst, so freue ich mich doch, dass er die Anklage gegen Maimonides keinesfalls als genügend begründet betrachtet. Bei der Gelegenheit bemerke ich noch, dass zur Literaturangabe in meinem Artikel noch hinzuzufügen ist Rabb. Dr. Münz Berent (jetzt Berlin) ״zur Ehrenrettung des Maimonides“ ״Israelit1904 ״ Nr. 90 Beilage. Auch hat Herr Dr. Münz in seinem Welke über Maimoides (Frkft. 1912) S. 21 die falsche Anschuldigung gegen M. im Sinne Prof. Berliners ז״ל behandelt. Bücherbesprechungen. Buber-Rosenzweig, Die Schrift: Das Buch Namen; das Buch Er Rief; das Buch In der Wüste. Berlin Verlag Lambert Schneider. Was über diese neue Bibelübersetzung im Prinzip zu sagen ist, hat der Herausgeber dieser Zeitschrift im Heft 1/2 Jahrg. VIII S. 1—16 in der ausführlichen Besprechung des ersten Buches ״Im Anfang“ bereits gesagt. Es kann sich hier nur darum handeln zu zeigen, in wie weit die Vorzüge und Mängel der Uebersetzung auch in den folgenden Büchern zu Tage treten. Inzwischen haben sich Martin Bnber und Franz Rosenzweig selber in einem Zeitungsartikel in der ״Frankfurter Zeitung“ vom 18. Mai 1926 (einer Erwiderung auf eine das. 27. und 28. April 26 erschienene Kritik von Dr. Siegfried Kracauer) und Franz Rosenzweig noch besonders in einer Broschüre: ״Die Schrift und Luther“*) über die seine und Bubers Uebersetzung bestimmenden Grundsätze geäussert. Ein geistreiches Wort Schleiermachers variierend will er zwar im Wesentlichen den hebräischen Text zum Leser hin bewegeD, denn alles Uebersetzen hat in die Sprache des Lesers zu geschelien und nicht in die Sprache des Originals, aber dort, wo es mit Luthers Worten um ״die Lehre“, um ״den Trost unseres Gewissens“ geht, wo an denselben Worten (sc. den hebräischen) etwas gelegen ist“, wo das landläufige Deutsch ״nicht den feinen reichen Sinn, welcher in dem Hebräischen ist, gibt, weil es zu schwach ist“, dort will er den deutschen Leser hin zu dem Original, dem fremden Sprachgeist hin bewegen, dort will er, wieder mit Luther zu sprechen, ״der hebräischen Sprache Raum lassen, wo sie es besser macht denn unser Deutsch tun kann“. Und weil in den neueren Bibelüber- Setzungen die Vermenschlichung, die Verdeutlichung, ja die Verflachung (vgl. Kautzsch) der Schrift, das ״Hinbewegen zum Leser“ vorherrschend geworden ist, man wobl den Inhalt der heiligen Schrift, aber nicht ihre Form vermittelt hat, darum haben sich Buber-Rosenzweig bemüht, להחזיר עטרה ליושנה den alten Glanz des heiligen Wortes wiederherzustellen, nachbildend und *) Berlin 1926 Verlag Lambert Schneider 50 S.

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