Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 96 (sequence 100)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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96 ״W enn“ ״Wenn״. Wenn deinem Gott allein du harrst entgegen, wie könnte dich der Tand der Welt erregen 1 Wenn du in Wahrheit auf den Namen Gottes traust, so sorg nicht, jauchze nicht des Weltlaufs wegen. Doch so ists nicht! nein, wohnend in der Löste Grab verweigerst Zucht du, willst nicht überlegen! Im Dunkeln wohnst du, siehst des Lichtes Ort nicht — wie willst Gut und Bös du auseinanderhegen? Nah ist dein Flug von hinnen! wähl der Wahrheit Pfad. Was schweifst du rechts und links zu Seitenwegen! Die Tage trügen dich! eh noch ihr Trug gelang, betrüge sie! So bist du überlegen. Such Erbe für dich selbst, das ewig du ererbst, lass, was dir nur erwirkt des Erben Segen. Obiges Gedicht von Jehuda Halevi Nr. 18 bei Luzatro (אם לאלדיך לבד תוחילי) hat Franz Rosenzweig, der vielbewanderte Vermittler der ״Hymnen des Jehuda Halevi“ (in seiner Uebersefzung bisher noch nicht veröffentlicht) uns zur Verfügung gestellt,* wofür ihm auch an dieser Stelle unser Dank ausgesprochen sei. Der Herausgeber.