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Jeschurun · 1927-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1927) · p. Seite 87

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
14 (1927)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1927)
Date
1927-01-01
Page
Seite 87 (sequence 91)
Language
German
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Zur Frage des Trennungsprinzips 87 Zur Frage des Trennungsprinzips. Eine Replik Rabbiner Dr. Isaak Unna, Mannheim. Es ist nicht meine Absicht durch eine nochmalige Aufrollung aller Fragen, die das Trennungsprinzip in sich schliesst, die Leser zu ermüden. Aber einige Bemerkungen mögen mir zu dem Artikel des Herrn Dr. Klein in Nr. 11/12 des ״Jeschurun“ v. J. gestattet sein. Klein ist auch jetzt noch der Ansicht, dass durch das Verbleiben einer Einheitsgemeinde das Verbot von לפני עור übertreten, also ein אסור דאורייתא begangen wird, und er verwahrt sich dagegen, dass ich seine Beweise, die er in den Israelit-Artikeln vorbringt, als מkünstliche Konstruktionen״ bezeichnet habe. Aber ein Hauptbeweis stützt sich auf den משנה למלך ס״ד מהל׳ מלוה ולוה. Die Anwendung dieses משנה למלך auf unserem Fall ist nur dadurch möglich (s. die Artikel im Israelit), dass die Mitglieder der Reformgemeinde in עוברי עבירה im eigentlichen Sinne und in ״Mitläufer״ zerlegt werden. Dazu kommt, dass der כתב סיפר die Ausführungen des משנה למלך Punkt für Punkt widerlegt. Wenn Herr Dr. Klein den משנה למלך trotzdem als Beweis tür seine Theorie heranziehen wollte, so wäre es seine Pflicht gewesen, seinerseits die Einwendüngen des כתב סופר zu entkräften. Er hat aber auch nicht den leisesten Versuch dazu gemacht. Habe ich also das Recht, von ״künstlichen Konstruktionen״ zu sprechen? Klein hält ferner die These aufrecht, dass die Erhaltung bestehender Reformeinrichtungen als סיוע בשעת עבירה zu betrachten sei, und wiederholt dabei seinen Beweis aus ע״ז דף נ״ה ע״ב. Abgesehen davon, dass nach רש״י der Beweis überhaupt hinfällig ist, ist die ganze Deduktion auch nach תוספות nicht aufrechtzuerhalten, weil, wie תוספות selbst bemerkt, hier eine einheitliche Handlung vorliegt: אבל ודאי הולכה לתנור אסורה שבו היא סוף הלישה. Das ist also gerade eine Bestätigung meiner Auffassung, die übrigens für jeden,־ der mit der talmudischen Terminologie vertraut ist, von vornherein einleuchtend ist. Mit besonderem Nachdruck bekämpft Herr Dr. Klein auch hier wieder meinen ״Irrtum״, dass bei einer Geldzahlung das

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